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Partikel

Das Partikelsystem, kurz: Partikel, ist eine Technik, die in der modernen 3D- und 2D-Animationstechnik für Erklärvideos, animierte Musikvideos und Werbung sowie für Computerillustrationen und andere Objekte verwendet wird und das sogenannte Fuzzy-Phänomen erfasst, also die möglichst sehr präzise Erfassung des völlig Unpräzisen. Mit den Partikeln lässt sich eine große Anzahl von Objekten zum Leben erwecken. Dabei unterscheidet man grob zwischen animierten (Bsp.: Feuer) und statischen (Bsp.: Haare) Partikeln.

Am offensichtlichsten ist sicherlich die Nutzung der Partikelfunktion bei Feuer und Raucheffekten, doch es gibt eine Vielzahl von weiteren Feldern, wobei es jedes Mal um das Modellig, Animieren und Rendern von Objekten mit nicht fest definierten Umrissen geht. Das wären etwa Wasser, fallende Blätter, Steinschläge, ziehende Wolken, Schnee- und Regenschauer, aber auch Sterne, Galaxien sowie viele magische und visuelle Effekte. Partikel sind insofern zu einem festen zentralen Bestandteil in der Animationsproduktion geworden, weil die Verantwortlichen sich nach Möglichkeiten sehnten, diese Ereignisse so realitätsnah wie möglich zu modellieren.

Es geht dem Animationsstudio beim Einsatz der Partikel in erster Linie um die physikalisch nah an der Realität liegende Simulation von aufwendig zu modellierenden und zu rendernden Phänomenen und Ereignissen. Dabei ist und bleibt allerdings der optische Eindruck wichtiger als hundertprozentig korrekte Details. Um etwas aussehen zu lassen wie eine zerstörerische Explosion, wird etwa das Volumen einer Explosion durch eine große Anzahl punktähnlicher Partikel ersetzt. Die einzelnen Partikel besitzen logische Eigenschaften wie Bewegung, Aussehen und auch Kräfte, die das jeweilige Animationsstudio definieren kann. Dafür werden die Partikel grafisch gestaltet, um sie überhaupt sichtbar zu machen. So wird der Partikel bei einem Regenschauer eine andere Farbe und Textur besitzen als bei einem leichten Sommerregen. Nach der Entwicklung ordnet der Motion Designer oder Animator dem Partikel passende Materialeigenschaften und auch Oberflächentexturen zu. Infolgedessen können diese auch noch folgende Attribute besitzen, um letztendlich ein Volumen zu entwickeln, das nicht vorhersehbar und berechenbar wirkt:

  • Ausstoßgeschwindigkeit,
  • Lebensdauer,
  • Anzahl im Gesamtsystem,
  • Aufteilung,
  • Verhalten,
  • Reaktion,
  • Krafteinflüsse auf die Partikel.