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Ambush-Marketing

Ambush-Marketing ist eine Form des Guerilla-Marketings. Es nutzt die Aufmerksamkeit von Großereignissen wie etwa einer WM oder Olympiade und platziert Marketingaktivitäten genau dort, ohne jedoch ein Sponsor dieses Events zu sein oder einen entsprechenden Werbevertrag zu besitzen.

Ambush-Marketing wirkt sehr kreativ und nutzt raffinierte Werbeformen im öffentlichen Raum. Es verhält sich dabei aber tendenziell parasitär, weshalb es auch mit dem wenig schmeichelhaften Begriff ‚Parasite Marketing‘ bezeichnet wird. Wenn allerdings bei einem Großereignis keine Rechte wie etwa das Urheberrecht oder Markenrecht verletzt werden, ist es jedem erlaubt, dort auch Marketingaktivitäten durchzuführen. Dabei profitiert das Ambush-Marketing ganz stark von den vorab entstanden PR-Leistungen des Veranstalters. Der wiederum sieht diese Aktivitäten nicht gern und versucht, sie, so weit es geht, zu unterdrücken oder zu verbieten. Das Ambush-Marketing signalisiert nämlich eine Verbindung zum Veranstalter, die es de facto nicht gibt.

Diese Form des Trittbrettfahrens kann durchaus erfolgreich sein, da sie trotz kleinerer bis mittlerer Werbeetats große Wirkung bereithält. Ambush-Marketing umfasst bspw. Merchandising-Produkte bzw. Fanartikel, die außerhalb der Eventlocation angeboten werden, Ballonfahrten in der Nähe des Ereignisses, Eventtouren oder Schiffsfahrten zu den Orten aktueller Veranstaltungen u. v. a. m.

Neben Fernsehwerbung ist Ambush-Marketing auch im Onlinemarketing, insbesondere im Social-Media-Marketing angekommen.