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Photobashing

Photobashing ist eine künstlerische Technik, die vor allem im Game Concept, im Motion Design und auch für Illustrationen verwendet wird. Sie ähnelt dem Foto-Compositing. Beim Photobashing werden Fotos, Skizzen, Illustrationen oder 3D-Assets vermischt und nachträglich bemalt, um dadurch fotorealistische, fast hyperrealistische Illustrationen zu erhalten.

Gaming Studios oder Animationsstudios nutzen Photobashing-Techniken genauso wie Konzeptkünstler und Motion Designer. Sie erreichen damit einen effizienten Workflow, was die Technik vor allem im Game-Bereich, aber auch für Animationsstudios interessant macht. Neben der schnellen Umsetzung bietet Photobashing eine hohe Detailtreue, indem es mit vorgefertigten Settings, Charakteren und Requisiten arbeitet. Meist beginnen die Beteiligten mit einer digitalen Skizze oder Bildern, die als Vorlage oder Grundgerüst dient. Nun werden bspw. unterschiedliche Farbattribute hinzugefügt, die Beleuchtung verändert und es kommt Perspektivwechsel hinzu. Als nächster Schritt werden zusätzliche Details platziert und die Szenerie so aufgefüllt, dass das Ausgangsmaterial langsam seinen vorherigen Charakter verliert. So wird bspw. aus einer belebten Straße am verkaufsoffenen Samstag eine apokalyptische Straßenszene oder ein Stillleben. Mit Photobashing entstehen ästhetisierte Settings wie ausdrucksstarke Sci-Fi-Welten oder ein einsamer Fantasy-Urwald am Rande eines Berges.

Beim Photobashing dreht sich viel um die Konzeption von Landschaft und Umgebung. Diese besitzen eine besondere Bedeutung für Computerspiele, animierte Musikvideos, Erklärvideos und TV-Tricks. Auch Charaktere und Props können mit Photobashing entstehen. Dafür werden Fragmente aus verschiedensten Quellen gesammelt, um dann durch eine Neukreation Kombinationen zu gestalten. So werden Gesichter, Körper und auch Accessoires als Ausgangsmaterial genutzt, im nächsten Schritt gekreuzt, erweitert, reduziert und/oder farblich verändert, wodurch schnell und doch innovativ eine synkritische Mischung entsteht. Auf diese Weise können Kreative ihre Projekt-Deadline einhalten, ohne dass der Qualitätsanspruch leidet.