App-Entwicklung

HOW TO

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Wie du erfolgreich in Indien deine App programmieren lässt

Im folgenden Artikel erfährst du, wie deine App-Entwicklung in Asien ein Erfolg wird, wie ein wirklich idealer Workflow aussieht und wie du typische Stolperfallen vermeidest.

Als meine Mama zum ersten Mal eine der erfolgreichsten Apps der Welt sah, nein, nein, nicht die von Tinder, sondern die von Instagram, meinte sie, dass sie ‚das da‘ ein wenig an eine Pizza Margherita erinnere. Damals hatte ich keine Ahnung, wie sie darauf kam, welche Pizza ist schon viereckig, aber heute verstehe ich sie. Natürlich, der Appetit auf Pizza ist einfach genauso ungebrochen wie der auf Apps, oder etwa nicht?

Die europäischen Entwickler kommen mit der Programmierung ja genauso wenig hinterher wie die Pizzaioli in den deutschen Shopping-Malls. Deshalb zieht es viele aktive Unternehmer mit ihrer App-Entwicklung ins Ausland.

Themenübersicht

Die gute Art der App-Entwicklung

Insbesondere Indien ist ja bekannt für sein extrem großes Reservoir an gut ausgebildeten und vor allem bezahlbaren IT-Fachkräften. Für die ist es heute völlig normal, erfolgreich mit europäischen Partnern zusammenzuarbeiten.

Wir selbst haben jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von mobilen Apps in Kooperation mit indischen Partnerfirmen – und weißt du, was das Schönste ist? Wir möchten unsere Erfahrung gerne mit dir teilen. Ja wirklich! Ist das nicht furchtbar nett? Nicht, dass du unsere ganzen Anfängerfehler noch wiederholst! Stopp! Es gibt natürlich mehrere Länder in Asien, wo sich eine Kooperation mit Partnern vor Ort lohnt, klar.

Durch unseren persönlichen Background – einer unserer CEOs ist Halbinder – und einige sehr gute Erfahrungen möchten wir für die App-Entwicklung aber besonders Indien ins Auge fassen. Die folgenden Tipps sind allerdings genauso gut auf andere Länder anwendbar.

Erste Kontakte knüpfen

Schritt 1

Schritt 1

1. Komm, wir finden deinen App-Entwickler!

Klar, nicht jeder kennt jemanden, der in Indien zufällig drei Dutzend extrem talentierter App-Entwickler an der Hand hat. Schritt 1 ist deshalb in der Regel der Kontakt zum Konsulat. Das hat im Haus eine Handelsabteilung, die dir gerne weiterhelfen wird, mit seriösen und auch kompetenten Partnern ins Gespräch zu kommen.

Die Handelsabteilung könnte dich also bei der Erstellung einer Auswahl von Partnern unterstützen, oder du öffnest ‚Mama Google‘ und recherchierst selbst. Wenn du aber besonders tricky sein willst, ruf an: WIR HABEN KEINE RICHTIGEN HOBBYS UND ARBEITEN EIGENTLICH IMMER.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Lupe, die den richtigen Developer für dein Projekt findet

Finde die perfekte Partnerschaft

Schritt 2

Schritt 2

2. Wer kann meine geniale App programmieren?

Nun stehst du in deinem Büro und überlegst, welchen von den indischen App-Entwicklern du auswählen sollst. Doch das ist nicht so einfach. Verantwortung zu delegieren verlangt nämlich Vertrauen: Vertrauen darin, dass der Auftragnehmer kompetent und verlässlich ist. Kompetenz lässt sich noch ziemlich unkompliziert mittels einer Testaufgabe bestimmen. Einen Eindruck der Verlässlichkeit lässt sich aber fast nur beim persönlichen Kennenlernen vor Ort gewinnen. Das Hotel in Mumbai am Strand, die Mahi Thais, das gute indische Dal im Magen und das sommerliche Klima solltest du, auch gegen den kleinlichen Widerstand deiner Investoren, leider einplanen. Sorry, Mate!

2.1 Kompetenzcheck durch eine Testaufgabe

Neben Verlässlichkeit ist natürlich Fachkompetenz der allerwichtigste Punkt für die Auswahl eines Kooperationspartners. Schließlich möchtest du nicht erst nach Monaten feststellen, dass das Partnerunternehmen nicht in der Lage ist, deine Wünsche umzusetzen. (‚Wieso sieht meine App aus wie ein Amazon-Klon?)

Deshalb empfehlen wir, die überragenden Programmierkenntnisse deiner möglichen Partner mit einer Testaufgabe zu prüfen. Dabei wird dann der Log-in programmiert oder die User-Registrierung. So erfährst du nicht nur etwas über deren Qualifikation, sondern gewinnst wertvolle Erkenntnisse über Arbeitsweise, Kommunikationsverhalten und Einhalten von Deadlines.

Wie man eine Testaufgabe am besten aufsetzt, haben wir schon mal für dich durchgespielt. – Nichts zu danken. Gern geschehen!

  • Qualifikation: Entspricht das Endergebnis der Aufgabenstellung?
  • Wird deine App sauber und ordentlich von einem Senior-Developer programmiert oder wird sie nebenbei beim Wasserball gefertigt?
  • Arbeitsprozess: Werden gängige Methoden wie agile Softwareentwicklung genutzt?
  • Zeitmanagement: Werden Deadlines eingehalten?
  • Kommunikationsverhalten: Werden Rückfragen gestellt? Werden Probleme angesprochen und Verzögerungen kommuniziert, oder ist der Senior-Developer ständig beim Cricket und nie erreichbar?

2.2 Persönlicher Kontakt (व्यक्तिगत संपर्क)

Du hast also den weiten Weg nach Indien nicht gescheut, um dir ein direktes Bild von deinem Partner zu machen, und fährst mit dem Rad durch Bangalore zum Entwickler. Sehr gut, so erfährst du nämlich einiges, was für die kommende Arbeit eventuell ja doch wichtig sein könnte und was dich in unsicheren Minuten (und von denen wird es immer wieder welche geben) beruhigen könnte.

Absolut mega-wichtig: Gibt es eine stabile und schnelle Internetleitung oder musst du den binären Code mit den Tablas trommeln?

  • Welche Arbeitsbedingungen herrschen vor?
  • Wie ist die Atmosphäre?
  • Werden die Mitarbeiter angemessen bezahlt?
  • Welchen Eindruck machen Mitarbeiter und Führungskräfte?
  • Wie ist der Gesamteindruck des Unternehmens?
  • Sind die technischen Geräte (Server!) auf dem neuesten Stand?
  • Tanzt der Senior-Entwickler Rumba? Nein, halt! Das ist wirklich nicht so wichtig.
Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Tablas Trommeln mit Wlan

2.3 Unterschiede leben lassen

Eventuell solltest du aber andere Maßstäbe anlegen, als jene, die du an ein Unternehmen in Deutschland stellen würdest. Schließlich arbeiten Unternehmen in Indien unter anderen Bedingungen. Die Wirtschafts- und Arbeitskultur ist im Vergleich zu Deutschland divers. Darauf musst du dich einlassen. Das Wichtigste ist jedoch, dass die technische Seite stimmt, und die ist nach unserer Einschätzung auf einem sehr hohen Niveau.

Kommunikation ist alles

schritt 3

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3. Eine App, die uns eint, Sprachen, die uns trennen

Das Kommunikationsverhalten verdient eine ausführlichere Betrachtung. Wer schon mal versucht hat, in Frankreich auf Französisch etwas zu bestellen und dann einen halben Elefanten auf dem Tisch hatte, kennt das Problem. Besonders in der Kommunikation kommt es immer wieder schnell zu Konflikten zwischen den Beteiligten.
Wenn du in Deutschland sitzt und zwei Monate nichts von deinen neuen besten Freunden in Indien hörst, dir deine innig geliebten Investoren mit Teeren und Federn drohen, weißt du, jetzt wird’s brenzlig.
Wer außerdem schon mal länger in anderen Ländern gelebt oder häufiger mit Menschen aus anderen Ländern zusammengearbeitet hat, stellt fest, dass es da schon klitzekleine Unterschiede gibt. Was bei uns ‚superselbstverständlich‘ ist, ist es dort noch lange nicht.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Indien und Deutschland mit Laptop Screensharing

3.1 Das tägliche Treffen

Wir empfehlen deshalb, mindestens einmal pro Woche, projektbezogen sogar täglich, ein Meeting (Check-in) per Skype oder Slack, das Screensharing zulässt. Wir bevorzugen Slack, weil dies die Möglichkeit des Zeichnens auf dem Bildschirm erlaubt.
Und selbst, wenn deine Freunde in Indien dich nicht verstehen, den Kreis um das Problem werden sie sicher deuten können. Es ist wichtig, den regelmäßigen Austausch zu gewährleisten und ein Forum für Fragen, Feedback und Fortschrittsberichte zu schaffen, die du auch visuell verfolgen kannst.

3.2 Sei klar und präzise, in dem, was du deinem App-Entwickler zu sagen hast!

Es gilt, dem Kooperationspartner glasklare Anweisungen zu geben und damit den Interpretationsspielraum so gering wie möglich zu halten. ‚Ja, die Buttons sollen bitte kleegrün sein. Nicht pistaziengrün.‘ Plan dabei richtig viel Zeit ein, denn jeder (!) Schritt muss deutlich beschrieben werden.
Stell dir einfach vor, du müsstest jemandem die Bewegung Türöffnung erklären. Das heißt nicht einfach ‚Tür öffnen‘, sondern: ‚greif die Klinke, drück sie runter, drück dagegen, stoß sie auf! Mach einen Schritt!‘ usw. Ja, von solchen klaren Anweisungen sprechen wir. Das erspart Korrekturen und Mehraufwand.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Anweisungen und Workflows in einer Infografik

3.3 Wir fragen nach

Nachhaken ist und bleibt dennoch Pflicht. Das gilt für Indien genauso wie für Deutschland. Konkret: Du musst dich davon überzeugen, dass deine Ansprechpartner die Aufgaben wirklich verstanden haben. Bei Gesprächen musst du jedoch selbst bei einem netten ‚Ja‘ damit rechnen, dass der andere eigentlich ‚Nein‘ meint. Klingt verrückt, ist aber kulturell bedingt.
Was uns immer geholfen hat: Fordere dein Gegenüber auf, den Inhalt in eigenen Worten wiederzugeben! Auf jeden Fall sollten Arbeitsanweisungen dem Auftragnehmer immer in schriftlicher Form vorliegen.

3.4 Konkrete Zeiten

Auch Abgabefristen sollten immer konkret, mit Datum und Uhrzeit, formuliert werden. Bitte beachte dabei den Zeitunterschied! Wenn du in deinem neuen Jaguar auf dem Weg ins Büro bist, arbeiten deine neuen Freunde in Indien schon seit Ewigkeiten. (Na gut, so riesig, wie man denkt, ist der Zeitunterschied auch wieder nicht, aber er ist vorhanden.) Gib dem Gegenüber die Stichzeit in seinem Zeitformat. Zudem denk daran, einen akzeptablen Puffer einzubauen. Ein Rechner kann immer mal ausfallen, ein App-Entwickler hat Zahnschmerzen – und unter uns: Entwickler sind Menschen, kreative dazu, keine Maschinen.

PS: Es gibt in Indien doch wirklich ein paar Feiertage, die wir zufällig nicht feiern. Also, vor einem wirklich wichtigen Termin schau doch bitte auf diese Übersicht hier. Damit vermeidest du böse Überraschungen.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Zeitverschiebung

3.5 Die nette Offenheit

Der Kooperationspartner sollte dazu ermutigt und regelmäßig daran erinnert werden, Probleme und Verzögerungen offen anzusprechen. O ja!

3.6 In welcher Farbe sprichst du?

Wenn du zufällig kein Hindi sprichst, kommst du mit Englisch am weitesten. Inder sind zwar keine englischen Muttersprachler, aber da Englisch in Indien Amtssprache ist, sind indische Programmierer ultrafit im Englischen. Die Kommunikation sollte deshalb auf Englisch erfolgen.
Darüber hinaus empfehlen wir, die App, vor allem Navigationselemente und Schaltflächen, zunächst in Englisch zu betiteln. Per Übersetzungsmatrix kann die App später leicht ins Deutsche angepasst werden. Grundsätzlich bietet sich für viele Apps sowieso ein multilingualer Ansatz an.

3.7 Echte App-Freunde

Eine Partnerschaft entwickelt sich. Das braucht Zeit. Vielleicht stellst du fest, dass es bei einigen der oben genannten Punkte etwas hapert. Lass dich davon nicht entmutigen!

Mach dir immer wieder bewusst: Eine vertrauensvolle Partnerschaft und auch die gemeinsame Kommunikation entwickeln sich. Wie bei einer Liebesbeziehung stimmt man sich mit zunehmendem Umgang immer besser aufeinander ab. Um Prozesse und Workflows zu optimieren, muss man regelmäßig nachjustieren.

Prozessoptimierung und Tools

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4. Software, die du für den Workflow brauchst

Um einen richtig guten Workflow zu erreichen, solltest du in deiner Firma über einige hilfreiche Tools verfügen. Ein Telefon, ja … okay, aber das kann ja noch nicht alles sein, selbst wenn deine Investoren dir den Etat gerade zusammenstreichen. Wir jedenfalls haben lange gebraucht, denn erst die Erfahrungen auf dem Gebiet haben uns gezeigt, welche Zutaten man zur Hand haben sollte. Vielleicht sind sie auch für dich die richtigen.

4.1 Git Repository (yeah, yeah, yeah)

Zu Beginn kommt gleich das Sahnestück. Bei jeder Softwareentwicklung bzw. bei der Entwicklung einer App empfehlen wir, einen eigenen Git-Workflow zu implementieren. Wieso? Na, du bist gut! Das Git ermöglicht allen Teilnehmern, gleichzeitig an dem Projekt zu arbeiten. Dabei können Teile der App lokal heruntergeladen, kontrolliert, bearbeitet und wieder hochgeladen werden.

Durch die Versionskontrolle können Änderungen und Fehler viel schneller rückgängig gemacht werden. Der Workflow ist einfach besser. Punkt. By the way: Wir sind ziemlich stolz auf unsere eigene Git-Systematik, die wir mit viel Liebe hegen, pflegen und ständig weiterentwickeln. Das gibt es wirklich verdammt selten und erleichtert die Entwicklung extrem.

Unter uns: Aus Sicherheitsgründen ist ein Serverstandort in Deutschland immer zu bevorzugen. Vermeidet bitte auch Cloudserver und behaltet unbedingt die Datenhoheit!

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung GIT Prozess

4.2 Nicht allein in der Leitung

Nicht nur, weil es deine Telefonrechnung massiv entlastet, empfehlen wir dir die Nutzung von Kommunikations-Tools wie Slack oder Skype, sondern, weil sich beide auch noch kongenial mit der Projektmanagement-Software Jira verbinden lassen. (Du kannst aber gerne auch MS Teams, Zoom oder GoogleMeet für die Kommunikation nach Indien nutzen. Wichtig ist, dass die Internetleitung stabil ist.)

4.3 Nie ohne deinen Experten!

Gut, das gehört nicht unbedingt zur Software. Wir würden niemals Menschen als Software bezeichnen, das ergäbe echt keinen Sinn, aber in dem Fall machen wir eine Ausnahme. Also, als Auftraggeber solltest du IMMER, IMMER, IMMER in der Lage sein, die Arbeitsleistung des Kooperationspartners zu überwachen. Dazu musst du, möglichst im eigenen Unternehmen, ein Teammitglied haben, das in der Lage ist, den programmierten Code zu begutachten.

Wenn du niemanden kennst (hüstel, hüstel), wende dich gern an uns (hüstel). Wir helfen dir weiter. Ruf uns gerne an: +49 30 4004 5775

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Inhouse Developer Code-Review

4.4 Dezentrales Projektmanagement-Tool verwenden

Zur Steuerung des Projekts empfehlen wir unbedingt und in jedem Fall DAS dezentrale Projektmanagement-Tool für komplexeste Software-Entwicklung überhaupt: Jira.

Jira ersetzt unserer Meinung nach das Lasten- und Pflichtenheft. Damit haben du und dein Kooperationspartner von überall Zugang auf die Projektdaten, was ja nicht so schlecht ist. Vor allem sind alle Beteiligten immer auf dem gleichen und aktuellsten Stand. Ausreden à la ‚Nein, die E-Mail habe ich nicht bekommen, ich weiß von nichts‘ (auf Indisch heißt das ‚नहीं, मुझे ईमेल प्राप्त नहीं हुआ। मुझे कुछ नहीं पता‘) sind dann passé.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Cloudbasiertes Projektmanagement

4.5 Die sicherste Art: App-Verträge

Der Vertrag liegt nun auf deinem neuen ‚CATTELAN ITALIA‘-NASDAQ-Schreibtisch, alles bestens – wenn du nur wüsstest, was deine Investoren im Schilde führen? Nun, bei der Gestaltung des Werkvertrages solltest du besonderen Wert auf eine gute Regelung der Zahlungsmodalitäten legen.

Das klassische Vorgehen mit Anzahlung und Restzahlung am Ende halten wir für nicht sinnvoll. Bewährt hat sich stattdessen eine Zahlungsweise in Tranchen nach abgeschlossen Projektfortschritten. Wir bezahlen deshalb immer nach abgesprochenen und abgeschlossenen Milestones.

Nicht nach jedem, aber nach einigen, die sich gut bündeln lassen. Damit kannst du zum einen besser kommunizieren und zum anderen einen echten Motivationsanreiz für die Entwickler setzen. Zudem kannst du bei schwerwiegenden Komplikationen den Lieferanten wechseln.

Also, für jede Einheit soll eine gesonderte Zahlung erfolgen. Nach der Anzahlung für ein Teilprojekt sollte die Restzahlung für das Teilprojekt erst dann erfolgen, wenn dieses zu 100 Prozent umgesetzt wurde und fehlerfrei funktioniert.

Gut geplant, ist schneller programmiert

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5. Der gute Code der App-Planung

So, kommen wir nun zum wirklich spannendsten Teil: dem Entwickeln.
Du hast die Idee, die Tools, um den Workflow am Laufen zu halten, du hast die kompetenten Partner, denen du vertraust und bei denen du dich wohlfühlst, weil sie alles haben, was man braucht, und deine Geldgeber lassen dich heute ausnahmsweise endlich mal in Ruhe.
Jetzt. Wird. Es. Spannend. So könnte deine Story aussehen.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Zusammenarbeit Konzepter und Developer

5.1 Alles, was du selber kannst

Grundsätzlich kannst du dich natürlich gleich am Anfang dafür entscheiden, die gesamte Entwicklung vertrauensvoll in die Hände des Partners zu geben oder auch nur einen Teil der App-Entwicklung offshore programmieren zu lassen.

Wir empfehlen dir: Bitte gib das Heft des Handelns nicht vollständig aus der Hand! Erstelle die Konzeption der App und auch den Klick-Dummy selbst bzw. (vielleicht ja mit uns) in Deutschland. Wieso sollte dein Partner besser wissen, was du möchtest? Aufwändige und arbeitsintensive Programmieraufgaben hingegen sind perfekt für deine indischen Partner.

5.2 Indisches Abenteuer oder die berühmte Viertelstunde

Wie bei allen Projekten, internen wie externen, in Deutschland oder in Indien, empfehlen wir, ausreichende Pufferzeiten einzuplanen, damit mögliche Verzögerungen nicht die rechtzeitige Projektfertigstellung und damit die fulminante und sicherlich extrem erfolgreiche Markteinführung der App gefährden.

5.3 Live-Wire, Wireframe

Zur Konzeption der App ist es parallel hilfreich, früh ein Wireframe, einen Entwurf der Bedienoberfläche (Frontend), zu erstellen. Dabei geht es nicht im Entferntesten um Gestaltung und Funktion, nein, sondern allein um die Anordnung von Elementen, Benutzerführung und Benutzererfahrung (UX).

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Wireframes

5.4 ‚Klick me up, Dummy!‘ oder ‚Das berühmte Live-Mock-up‘

Der erste richtig große Schritt Richtung Indien ist dann der Klick-Dummy bzw. das Mock-up. Damit simulierst du die Bedienoberfläche mit einem teilweise interaktionsfähigen Demo. So kannst du einzelne Abläufe und Interaktionen schon im Detail testen. Als ein reines Grundgerüst der Bedienelemente ohne vollständige Funktionalität konzipiert ist es zunächst noch ein visueller Entwurf, der gänzlich ohne Programmierung auskommt.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Prototype Testing

5.5 Jira als dynamisches Lasten- und Pflichtenheft

Mit Jira habt ihr nun die Möglichkeit, einen genauen Zeitplan für die Entwicklung zu erstellen. In Jira werden nicht nur User-Storys einfach abgebildet, sondern Abhängigkeiten von dir und den indischen Partnern geklärt und festgelegt. Ihr beschreibt, welches Bauteil zuerst kommt und welches in welcher Abhängigkeit zum anderen steht. Erst diese Zeitplanung in Absprache mit den Entwicklern, wenn sie dir sagen, wie viel Zeit sie für die Produktionsschritte benötigen, ergibt die agile Software-Entwicklung. Bitte vergesst hier nicht, Indien mitzuteilen, dass unbedingt Automated Testing implementiert werden muss. Damit könnt ihr agil in die Zukunft planen und automatisch Fehler erkennen. Auch wenn es etwas mehr Geld kostet, für den Tipp werdet ihr uns ewig dankbar sein.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung von Jira und Pflichtenheft

App geht’s in die Produktion

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6. Produktionsablauf (‚Hey ho, let’s go!‘)

Nimmst du den visuellen Entwurf ab, fangen deine Partner ‚augenblicklich‘ an, die Specs zu verfassen. Diese beschreiben nicht nur haargenau die Funktion deines feuchtfröhlichen App-Traumes, sondern sind das Fundament für die Programmierung.

Jetzt werden auch die Code-Zeichen ins Git-System gepusht (geschickt) und können geprüft werden. Entweder sie werden von dir angenommen oder du schickst sie zurück und forderst Korrekturen. Dieses Verfahren der Verdichtung, gekennzeichnet durch Kommunikation und Prüfung, führt dann zur fertigen App.

Jetzt kannst du bereits die Nähe des fertigen Produkts spüren, und glaub uns: Das sparkelt mehr als Veuve Clicquot. Wenn später, im weiteren Verlauf der Entwicklung, immer weitere User-Storys aus Indien andocken, hast du bald einen genaueren Überblick, wie dein ‚Baby‘ langsam Laufen lernt.

6.1 Die perfekte App-Testphase

Auf die Sekunde pünktlich (oder vielleicht einige Minuten später), schickt dir dein Partner endlich die fertige App zu. Du untersuchst sie nun nicht nur auf Fehler, sondern darauf, ob sie dir auch zusagt. Ist alles nach deinen Wünschen oder musst du selbst, obwohl du das nicht so richtig kannst, noch weiterschreiben? Nein? Super!
Wenn alle zufrieden sind und deine Investoren dich wieder gernhaben und dich nie, nie wieder loslassen möchten, weil die App genauso geworden ist, wie du das am Anfang gepitcht hattest, und auch die Stores schon ‚Hier!‘ schreien, dann mach bitte auch deinen Partner glücklich! Das heißt, bezahl, was offen ist! Pünktlich, denn wer weiß, hundertpro fällt dir bald eine Verbesserung ein, und dann kannst du gerne wieder auf deine indischen IT-Cracks zurückgreifen. Also, bring es ‚nice and easy‘ zu Ende.

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Lupe, die die App testet

6.2. Happy Release

(‚From disco to disco. From town across town‘)

Im besten Fall akzeptieren am nächsten Tag schon alle wichtigen App-Stores deine App, d. h., sie ist weder gewaltverherrlichend, sexistisch, noch verstößt sie gegen die Menschenrechtskonvention o. Ä.

Die Stores haben ihre Standards, sieh zu, dass du dich daran hältst! Nun stoß endlich auf die frisch entwickelte App an, das hast du dir verdient!

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung Sektgläser, die anstoßen auf den Launch der App

6.3. App-Pflege: Nach dem Release ist vor dem Release

Kommen wir zur Pflege deiner App, was ja weithin unterschätzt wird. Am besten hast du schon mal einen kleinen schicken Vertrag für deine Version 1.1 im Kopf. Der könnte nämlich so nach 2 bis 3 Monaten fällig werden, weil deine nagelneue App vielleicht hier und da doch knirscht, du oder vielleicht deine indischen Partner Ideen für Optimierungen haben und dir beim Monitoring gerne zur Seite stehen.

Die meisten Blockbuster-Apps sind nämlich deshalb spitze, weil sie im Laufe der Zeit immer weiter an ihre neuen Anforderungen angepasst werden. Nenn es den App-Dreifach-Burger. Zutaten sind: neue Kunden, neue Aufgaben und neues Design.

Das heißt, die Reise geht weiter, immer weiter und hört, wenn du am Ball bleiben und ordentlich erfolgreich sein möchtest, nicht auf. Regelmäßige Erneuerungen sind Pflicht, um State of the Art zu bleiben und nicht auf der My-Space-Resterampe zu landen. Nicht, das es am Ende für dich und deine App heißt: ‚Ende gut, gar nichts gut.‘ Und damit das nicht passiert, haben wir für dich diesen Insight verfasst. Skål!

Illustration zum Insight zur App-Entwicklung und App-Programmierung in Indien - Darstellung App-Pflege
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