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Animationsstudio

Webtoon

Ein Webtoon ist mehr als nur ein digitaler Comic, es ist Storytelling und Scrolly­telling für das Smartphone-Zeitalter. Leserinnen und Leser scrollen nämlich von oben nach unten. Anders als klassische Comics oder Manga wird so die Art des Lesens selbst zum Erlebnis.

Wie sieht ein Webtoon aus?

Webtoons bestehen aus Panels (einzelnes Bild oder Szene), die beim Scrollen fließend ineinander übergehen. Sie gibt es in verschie­denen Stilen: von realis­tisch über cartoon­artig und manga-inspiriert bis minima­listisch oder animiert. Genau wie in klassischen Graphic Novels sind sie angepasst an Genre und Stimmung der Geschichte.

Typischerweise umfasst eine Webtoon-Episode 20 bis 50 Panels, manche sind groß wie ein Bild­schirm, andere sind kleinere Details oder Aus­schnitte. Eine narrative Episode dauert etwa 3 bis 10 Minuten, und gerade diese Kürze sorgt dafür, dass Lese­rinnen und Leser oft noch eine weitere Episode konsu­mieren möchten. Besonders erfolgreiche Geschichten können Hunderte Episoden lang werden, was echtes Binge-Potenzial eröffnet.

Wer entwickelt Webtoons?

Webtoons entstehen durch Illustratoren, Künstler und Autoren­pools, die ihre Ideen direkt an eine globale Leser­schaft bringen. Platt­formen wie Webtoon oder Tapas erlauben es, dass Lese­rinnen und Leser direkt Feed­back geben. Dadurch entwickeln sich Geschichten oft iterativ und werden so an den Geschmack der Community angepasst.

Animation, Motion, Anime

Webtoons sind in erster Linie statische Comics, doch einige nutzen durchaus kleine Effekte:
Motion-Webtoons fügen Blinken, Bewe­gungen oder Sound­effekte hinzu, um das Scroll-Erlebnis lebendiger zu gestalten. Ein Anime hingegen ist voll­ständig animiert. Webtoons bleiben meist auf Panels, können aber als Vorlage für Serien dienen.

Webtoon als Intellectual Property und Nutzen aus der Business-Perspektive

Webtoons sind heute in Asien bspw. weit mehr als ein einzelner Comic. Sie gelten immer häufiger als skalier­bare Intellectual Property (IP) und sind damit ein erster wichtiger Schritt in einem modularen Story­telling-Ökosystem: Webtoon – Drama – Film – Game – Merchan­dising – Live-Experience.

Die Story wird marktnah getestet und bei Erfolg über mehrere Medien multipliziert. Für Medien­unternehmen bedeutet dies: nicht nur Inhalte schaffen, sondern eine Marken­welt mit emotionaler Bindung aufbauen. Lese­rinnen und Leser sind dann nicht nur Fans einer Geschichte, sondern Teil eines großen Story-Universums.

Was sollte ein Unternehmen beachten?

Wer Webtoons im Onlinemarketing oder Branding nutzt, darf sich nicht einfach auf Produkte bewerben. Webtoons leben von Spannung, Humor und Emotionen. Plakative Werbung führt schnell zum Verlust der Aufmerk­samkeit. Statt­dessen empfiehlt es sich, Story­telling kreativ einzusetzen, die Marke charmant zu insze­nieren und die Community aktiv mitzunehmen.

Begierde Wissen