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Parser

‚Parser‘ bedeutet so viel wie ‚Zerteiler‘ oder auch ‚Zerleger‘. Der Begriff stammt jedoch aus dem Angelsächsischen und bedeutet dort ‚analysieren‘. Der Parser ist in der Regel Teil des Compilers und übernimmt etwa in der Web- und App-Entwicklung einige wichtige Aufgaben für ihn.

Der Parser ist ein Computerprogramm, das die Eingaben von modernen Computerhochsprachen u. a. in der App-Entwicklung zerlegt und so umwandelt, dass sie weiterverarbeitet werden können. Er splittet also den Quellcode auf und übersetzt ihn. So setzt ein Parser einen Quellcode einer Webseite in eine für den Compiler maschinenlesbare Sprache um. Der Compiler kann nicht verstehen, was im Quellcode steht, er möchte allerdings den Programmcode in eine ausführbare Maschinensprache übersetzen.

Hochwertige und moderne Programmiersprachen sind aber so gestaltet, dass sie für den jeweiligen Programmierer ausführbar, übersichtlich im besten Sinn und so auch komfortabel sind. Der Compiler benötigt Informationen wie Kommentare oder Leerzeichen aber nicht. Die jeweiligen Informationen aus dem Quellcode müssen deshalb nach einem bestimmten Schema für den Compiler aufbereitet werden. Das übernimmt der Parser. Er analysiert die Eingabe und stellt sie in einem hierarchischen Repräsentationsbaum aller Informationen so dar, dass sie weiterverarbeitet werden können.

Der Parser wiederum besteht aus einem Lexer, einer Art lexikalischem Scanner, der den Quellcode scannt und in Befehle teilt. Daraus entstehen Token, aus denen der Parser einen Syntaxbaum oder auch Parse-Baum erstellt. Nun können die Daten vom Compiler genutzt werden, etwa zur Code-Generierung.