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Oskar Fischinger

Oskar Fischinger (22. Juni 1900 bis 31. Januar 1967) war ein abstrakter Filmemacher und Animator, der gedanklich und schöpferisch eng mit den weiteren Vertretern des absoluten Films verbunden war.

Oskar Fischinger produzierte über fünfzig kurze abstrakte Filmkunstwerke, die bis heute auf der ganzen Welt in Museen und Galerien zu sehen sind. Fischinger ist einer der konsequentesten und herausragendsten Vertreter des absoluten Films und insofern auch ein Vorreiter des Motion Designs und der Verwendung von Animationstechniken wie Stop Motion in der Werbung. Oskar Fischingers Filme waren nie erzählerisch und selten figurativ. Sie waren vielmehr konsequent darauf ausgerichtet, den Film als eigenständige Kunstform neben der Malerei zu etablieren.

Er experimentierte früh mit unterschiedlichsten farbigen Flüssigkeiten, auch mit dreidimensionalen Materialien wie Wachs und Ton oder schoss auf seiner Flucht von München nach Berlin, die er wegen Schulden zu Fuß unternehmen musste, Einzelbilder, die er später zu einem Film zusammenfügte.

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Daneben arbeitete Oskar Fischinger auch an Spezialeffekten für die Werbung und den Film, darunter Fritz Langs atemberaubende Produktion „Frau im Mond“, was ihm eine besondere Reputation einbrachte. Oskar Fischinger arbeitete nach seiner Emigration aus Nazideutschland zeitweise auch für das Animationsstudio von Walt Disney und für Hollywood, war aber immer bemüht, als eigenständiger Filmkünstler und später auch als Maler rezipiert zu werden.