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Glitch Art

Glitch Art ist eine Ästhetik der zufälligen digitalen und audiovisuellen Fehlerkunst. Dabei werden unabsichtlich digital oder analog Fehler provoziert, um ästhetische Muster und Fehlstellen auf Bildern oder auch Geräuschen zu kreieren. Solche unglaublich verzerrten und aller Logik widersprechenden Räume finden sich auch zu Beginn der Moderne in der Malerei wieder, etwa im Kubismus oder noch früher im Pointillismus.

Ein Glitch ist und war allerdings ursprünglich ein Fehler, etwa in der Software oder bei Videos, Bildern und anderen Artefakten. Bereits aufgrund seines unerwarteten Erscheinens und der daraus resultierenden Möglichkeiten wurde er früh in der Medienkunst verwendet, etwa im Experimentalfilm oder im absoluten Film. Auch in der Musik ist der Glitch zu finden und orientiert sich dort als Geräusch in Richtung Experimental, Noise oder auch Electronic. Dabei gibt es eine sehr breite Anzahl von unterschiedlichsten Ansätzen wie Datenmanipulation, Hardwarefehler und Verzerrung. Es gibt bereits Tutorials, die das Erstellen der Glitch Art sichtbar machen.

Glitch Art inkludiert zwar vielfach visuelle Störungen, hat aber heute den Sprung als eine Art Subgenre in das Grafikdesign geschafft. Sie ergeben in der Gesamtheit optisch einprägsame und merkwürdige Bilder, die außerhalb aller Richtlinien stehen und so ein Image produzieren, das einer perfekten Oberflächenästhetik einen technisch und rohen Ausdruck entgegenstellt. Glitch Art steht für Offenheit, ungewöhnlich heftigen Ausdruckswillen und Kreativität abseits vom beherrschenden Mainstream.

Mit Glitch Art können Produkte, Logos, Typografie und vieles mehr auch im Onlinemarketing aufgeladen werden. Glitch Art kann in einem Imagevideo, Ad oder auch für ein Lyric Video genutzt werden. Sie zeigt dabei eine entfesselte Technologie, die quasi allein und aus sich selbst heraus eigenständig Welten erschafft, die nie zuvor ein Mensch betreten hat.