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Interactive-Studio

DNS-Provider

Ein DNS-Provider ist ein Dienstleister, der die DNS-Zone deiner Domain verwaltet und dafür sorgt, dass alle DNS-Einträge korrekt bereitstehen. ‚DNS‘ steht für ‚Domain Name System‘ und ist quasi das Adressbuch des Internets. Es sorgt dafür, dass Domainnamen wie ‚beispiel.de‘ in die technische Zieladresse, meist eine IP-Adresse, übersetzt werden. Ohne korrekt konfiguriertes DNS sind Websites, E-Mail-Dienste und Subdomains nicht erreichbar. Einfach gesagt: Niemand kommt auf deine Seite, Mails gehen verloren.

Manchmal werden auch Begriffe wie ‚DNS-Anbieter‘, ‚DNS-Hoster‘ oder ‚Name-Server-Provider‘ verwendet – die Bedeutung ist aber immer dieselbe. Typische Leistungen sind das Hosting von Nameservern, die Verwaltung von DNS-Records und Sicherheitsfunktionen wie DNSSEC.

Was macht ein DNS-Provider?

Ein DNS-Provider stellt autoritative Nameserver bereit und beantwortet Anfragen nach DNS-Einträgen. Damit wird gesteuert, wohin Nutzer sowie Apps und andere Systeme bei Aufruf einer Domain geleitet werden. Seine Aufgaben im Detail:

  • Verwaltung von DNS-Records: z. B. A, AAAA, CNAME, MX, TXT – mehr dazu unten,
  • Steuerung von Subdomains: z. B. shop.deine-domain.de oder api.deine-domain.de,
  • E-Mail-Zustellung und Sicherheitsrichtlinien: über MX-Records, SPF, DKIM, DMARC,
  • TTL und kontrollierte DNS-Propagation: sorgen dafür, dass Änderungen planbar weltweit ankommen,
  • optionale Extras: Anycast-DNS, DNSSEC, GeoDNS, DDoS-Schutz.

Wichtige DNS-Einträge im Überblick

Ein DNS-Provider verwaltet je nach Einsatz die nachstehenden Record-Typen.

  • A-Record: zeigt auf eine IPv4-Adresse. Beispiel: ‚beispiel.de → 123.45.67.89‘.
  • AAAA-Record: zeigt auf eine IPv6-Adresse.
  • CNAME: Alias auf einen anderen Hostnamen. Beispiel: ‚shop.deine-domain.de‘ → ‚shop.hostinganbieter.de‘.
  • MX: Mailserver für deine Domain.
  • TXT: Texteinstellungen, oft für Verifizierung und E-Mail-Sicherhei.
  • SRV: spezielle Dienste und Ports, z. B. für Kommunikationstools.
  • NS: Nameserver, die für deine Domain autoritativ sind.

TTL und DNS-Propagation

TTL (Time to Live) gibt an, wie lange DNS-Antworten zwischengespeichert werden, bevor erneut nachgefragt wird.

  • Niedrige TTL: Änderungen propagieren schnell, dafür mehr Abfragen.
  • Hohe TTL: stabil und effizient im Normalbetrieb, Änderungen brauchen länger.

Praxis-Tipp: Vor einem Website-Relaunch oder Providerwechsel die TTL reduzieren, damit Umstellungen schnell und planbar durchlaufen.

Anycast-DNS und Ausfallsicherheit

Professionelle DNS-Provider setzen oft auf Anycast-DNS. Dabei gibt es mehrere weltweit verteilte Server, die die gleiche DNS-Adresse bedienen. Anfragen werden automatisch zum nächstgelegenen oder besten Standort geroutet – das macht deine Website schneller und stabiler, selbst bei Störungen.

Sicherheit: DNSSEC und Schutz vor Manipulation

DNS ist ein beliebtes Angriffsziel. Dein Provider kann Sicherheitsfunktionen bieten, die alles schützen:

  • DNSSEC – signiert DNS-Daten, Manipulation wird extrem schwer;
  • DDoS-Schutz – schützt Nameserver vor Überlastung;
  • E-Mail-Sicherheit – über TXT-Records mit SPF, DKIM, DMARC.

GeoDNS und standortbasierte Auslieferung

Manche DNS-Provider bieten GeoDNS an. Damit kann die DNS-Antwort abhängig vom Standort des Nutzers variieren.

Beispiel:

  • Besucher aus Europa sehen die EU-Version einer Website.
  • Besucher aus den USA bekommen die US-Version zu sehen.

Das macht globale Websites performanter und stabiler. Perfekt für Shops oder Multi-Region-Projekte.

Wie du DNS-Provider auswählst

Achte auf diese Punkte, wenn du einen DNS-Provider wählst:

  • Stabilität und Verfügbarkeit der Nameserver,
  • Anycast-Netzwerk und globale Abdeckung,
  • Unterstützung von DNSSEC,
  • einfache Verwaltung von Records, Subdomains und Zonen,
  • TTL-Management und sichere Umstellungsprozesse,
  • Monitoring, Logging und Änderungsverlauf,
  • APIs für Automatisierung, falls nötig,
  • guter Support und schnelle Reaktionszeiten.

Häufige Fragen

Registrar: kümmert sich um die Registrierung und den Vertrag.
DNS-Provider: stellt den Nameserver bereit und verwaltet die DNS-Einträge.
Beides kann beim selben Anbieter liegen, muss aber nicht.

DNS steuert, wo Webtraffic landet, und welche Mailserver E-Mails annehmen. Fehlerhafte DNS-Records führen dazu, dass die Website down ist und E-Mails nicht ankommen.

Das hängt von TTL und Caches ab. Änderungen können in Minuten sichtbar sein oder einige Stunden dauern. TTL vor Umstellungen reduzieren, das beschleunigt den Prozess.

  • Web: A oder AAAA für die Domain, oft CNAME für Subdomains
  • E-Mail: MX + TXT (SPF, DKIM, DMARC)

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