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Digital Game-based Learning

Digital Game-based Learning (DGBL) ist als Bildungstechnologie Bestandteil des E-Learning- und Blended-Learning-Konzepts und verbindet meist Präsenz- mit Onlinekursen.

Digital Game-based Learning ist, grob gesagt, die Verbindung von Wissensvermittlung und Spiel in den unterschiedlichsten Variationen. Meist werden dabei Computer- und Videospiele genutzt, um beim Spielen reales Wissen zu vermitteln, das über die Spiele hinaus genutzt werden kann, wie z. B. Schulwissen. Insofern steht nicht unbedingt das Lernen im Vordergrund, sondern das Spiel, das die Motivation hervorbringt.

DGBL kann Möglichkeiten bieten, die es bei herkömmlichen und eher passiven Lernmethoden wie dem Frontalunterricht nicht gibt. Zudem erzeugt DGBL weniger Leistungsdruck, der Spielspaß sollte also im besten Fall so hoch sein, dass das Lernspiel auch dann noch gespielt wird, wenn das Lernpensum bereits erreicht wurde.

Erste Merkmale von Digital Game-based Learning sind naheliegend

  • eine tragende Spielidee, die motiviert,
  • Spielregeln,
  • Handlungssituationen, die aktive Beteiligung erfordern und
  • die Abwesenheit von Nutzen und Ergebnissen.

Das bedeutet also: reines Spiel. Hinzu kommen allerdings didaktische Prinzipien, mit dem Ziel, Wissen zu vermitteln. Dabei muss immer eine tragfähige Balance zwischen Lernen und Spielen gefunden werden.

Das bedeutet darüber hinaus zunächst einmal Identifikation des jeweiligen Lernbedarfs, Lernmotivation sowie die didaktische Gestaltung einer ansprechenden Lernumgebung, wie etwa in ‚Serious Games‘ oder eine virtuelle Lernwelt. Ziele sind bspw., den Schülern die Konsequenz des Handelns vorzuführen, Neugier zu wecken sowie das Wechseln von Anspannung und Belohnung zu evozieren.