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Onlinemarketing

Churn

Churn ist die Kennzahl, die den Anteil der Kunden misst, die ein Produkt oder eine Dienst­leistung innerhalb eines bestimmten Zeit­raums kündigen oder nicht mehr nutzen. Sie wird meist als Churn Rate in Prozent angegeben. Wenn ein Unter­nehmen 1 000 Kunden zu Beginn des Monats hat und 50 Kunden abspringen, rechnet das Unter­nehmen: Churn Rate = (50 ÷ 1 000) × 100 = 5 %. So kann jeder sofort sehen, wie hoch der Kunden­verlust ist, ohne Formeln entziffern zu müssen.

Was Churn konkret zeigt

Churn zeigt, wie viele Kunden dauerhaft abspringen und wo es im Produkt oder Service hakt. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich ‚aufwirbeln‘ oder ‚durchmischen‘. Man kann es sich vorstellen wie Milch, die in einer Butter­maschine aufgeschlagen wird: Teile bleiben, andere verschwinden, genau wie bei einer Kunden­daten­bank, wenn Nutzer abwandern.

Im Online­marketing, im SaaS und im Abo-Bereich hat sich der Begriff seit den 1990er-Jahren etabliert. Besonders wichtig: Churn misst den dauer­haften Verlust von Kunden oder Nutzern. Im Gegen­satz dazu beschreibt die Bounce Rate nur kurz­fristiges Abspringen von einer Website. Auch die Kündi­gungs­rate ist enger gefasst, da sie nur formale Vertragskündigungen zählt, während Churn alle Arten von Abwanderung erfasst.

Was kann ein Unternehmen mit der Churn-Kennzahl anfangen?

Die Churn Rate dient als Frühwarn­indikator, da sie den prozen­tualen Anteil abge­wan­derter Kunden in einem bestimmten Zeit­raum zeigt. Sie identi­fiziert jedoch keine einzelnen Nutzer, die ein Produkt nicht mehr nutzen möchten. Das ist damit nicht möglich.

Um Abwanderungsrisiken zu erkennen, sind Analysen notwendig, etwa ein Rück­gang der Nutzungs­häufigkeit, aber auch längere Inak­tivität, abgebro­chene Kauf- oder Trainings­prozesse oder negatives Feedback. Hier ist es dem Unter­nehmen nun möglich, Verän­de­rungen umzu­setzen und die Churn Rate zu verbessern.

Auf dieser Basis kann das Unternehmen segmentiert auswerten, welche Kunden­gruppen besonders häufig churnen, um dann gezielte Maß­nahmen wie persona­li­sierte Inhalte oder Push-Nachrichten umzusetzen.

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