Wie konzipiere ich eine Broschüre für mein Unternehmen?

Broschüren sind einige der wichtigsten Vertriebsinstrumente eines jeden Unternehmens. Auch im Zeitalter digitaler Medien und Onlinemarketings sind sie als Werbeinstrumente unverzichtbar. Ob Konzernzentrale, Niederlassung, Filiale oder Franchise-Shop, ob Herstellung, Verkauf oder Dienstleistung: Für ein langfristig erfolgreiches Business gilt es, sich dem Markt bestmöglich und nachhaltig zu präsentieren. Hochwertig produzierte Broschüren sind die idealen Botschafter, um Imagepflege und Markenbildung zu betreiben sowie von den Qualitätsmerkmalen deiner Produkte, Serviceangebote oder Dienstleistungen zu überzeugen.

Dabei ist Broschüre nicht gleich Broschüre! Was es bei der Kreation alles zu beachten gilt, erfährst du in den nächsten Abschnitten auf dieser Seite.

Was ist eine Broschüre?

Gedruckte Schriftwerke, neudeutsch: ‚Print-Publikationen‘, mit geringem Umfang und ohne festen Einband werden als ‚Broschüre‘ bezeichnet. Der Ursprungsbegriff ‚Broschur‘ bedeutete so viel wie ‚Heft‘. Daher galten Broschüren lange Zeit als weniger anspruchsvoll. Das hat sich im Zuge drucktechnischer Entwicklung und hochwertiger Papiere längst geändert. Lt. UNESCO-Statistik umfasst eine Broschüre heute bis zu 48 Seiten und kann mit drucktechnisch veredeltem Softcover (verstärkter, aber biegsamer Umschlag) höchst attraktiv sein.

Welche Broschüren-Arten gibt es?

Das Spektrum unterschiedlicher Broschürentypen reicht von meist textdominierten Informationsbroschüren über Geschäftsberichte bis hin zur Königsklasse dieser Publikationsform, den Produkt- und Imagebroschüren. Letztere zählen zu den hochwertigen Print-Publikationen eines Unternehmens, die der Verkaufsförderung und der Markenetablierung dienen. Dennoch unterscheidet sich ihre DNA in vielerlei Hinsicht, wie in den nachfolgenden Abschnitten deutlich wird.

Durchblättern einer Broschüre

1. Imagebroschüre

1.1 Das Ziel – die Marke ganzheitlich präsentieren

Imagebroschüren zielen darauf ab, die Gesamtheit deines Unternehmens oder deiner Marke abzubilden. Das schlägt sich auch in der konzeptionellen und inhaltlichen Herangehensweise der Broschüre nieder. So richtet sich die Imagebroschüre an neue, potenzielle Zielgruppen und Märkte und wirbt mit unternehmerischen Qualitäten wie:

  • Zuverlässigkeit,
  • Erfahrung,
  • Internationalität/kosmopolitischer Ausrichtung,
  • technologischem Vorsprung oder
  • Umweltbewusstsein.

In der Summe geht es darum, den Bekanntheitsgrad deines Unternehmens zu erhöhen. Ist das Ziel, eine bislang eher unbekannte Marke zu etablieren oder einen Markenwechsel zu promoten, reicht eine Imagebroschüre allein nicht aus; sie ist dann Teil einer notwendigen breit angelegten Imagekampagne.

 

1.2 Der Inhalt – dein emotionales Markenversprechen

In deiner Imagebroschüre wird dein kompletter Unternehmensauftritt anspruchsvoll präsentiert. Die Wertigkeit deiner Marke spiegelt sich in Design, Format und Haptik wider. Im Gegensatz zu einer sachlichen Produktbroschüre spielen bei der Imagepublikation auch „weichere“ Faktoren eine Rolle: Emotionen, Wünsche und Lebensgefühl sollen Zugang zur Marke oder Firmenphilosophie schaffen. Preise und Produktdetails spielen dagegen keine Rolle. Über treffsichere Headlines, emotionale Bildsprache und ein auffallend hochwertiges Druckergebnis werden

  • Qualitätsversprechen transportiert,
  • Leidenschaft und Leistungsfähigkeit dokumentiert und
  • ein Vertrauen in die Marke bezweckt.

Bei der gestalterischen Umsetzung von Produkt- und Imagebroschüren ist im Sinne der Markenführung gleichermaßen darauf zu achten, dass die Corporate-Design-Vorgaben eingehalten werden und damit die Wiedererkennbarkeit deiner Marke/deines Unternehmens gewährleistet ist.

 

1.3 Der Einsatz – in deiner Branche, Verbänden und Medien

Um dein Unternehmen als Image-Marke zu platzieren, kommen hochwertige Broschüren vielfach zum Einsatz, beispielsweise:

  • auf Messen aller Art,
  • auf Kongressen,
  • als Infomaterial in Auslagen von Dachverbänden und Wirtschaftsorganisationen,
  • in hochwertigen Shopping-Areas, die vom Markenimage ihrer Produktzulieferer partizipieren (Juweliere, Designausstatter …),
  • bei Touristikanbietern/Hotellerie der gehobenen Klasse,
  • in medizinischen und Forschungs-Einrichtungen,
  • im Standortmarketing (Kommunalpolitik, z. B. Olympiabewerbungen),
  • auf politischen Veranstaltungen (Wahlkampf, Lobbyarbeit),
  • bei Finanz-, Anlage- und Versicherungsinstituten,
  • Profisport,
  • auf dem Arbeitsmarkt.

 

Häufige Zielgruppen:

  • Anleger/Investoren
  • Sponsoren
  • Multiplikatoren (Medien)
  • Öffentlichkeit, potenzielle Verbraucher/Konsumenten
  • Entscheider in Behörden, Kartellgremien o. Ä.
  • Wirtschaftsförderer
  • internationaler Markt (für Expansionspläne)
  • potenzielle berufliche Eliten

Benötigst du weiterführende Beratung oder Unterstützung bei der Umsetzung deiner Imagebroschüre, dann helfen wir gern weiter. 030 40045775, hallo@aleksundshantu.com

2. Produktbroschüre

2.1 Das Ziel – Verkaufszahlen steigern

Produktbroschüren dienen ganz gezielt Vertriebszwecken, also der Kundenakquise und der Umsatzsteigerung. Sie richten sich vorrangig an bereits erschlossene Zielgruppen oder Interessenten, zu denen bereits ein Erstkontakt besteht. Hierbei konzentriert sich der Inhalt rein auf die Produkt-/Dienstleistungsebene, dazu zählen:

  • Einteilung in Produktgruppen bzw. Dienstleistungssparten,
  • Produkt-/Leistungsbezeichnungen,
  • Abbildungen deiner Produkte oder Leistungen, bei Bauteilen auch Zeichnungen, Querschnitte,
  • Produktmaße und -versionen/Details zu deinem Leistungsportfolio,
  • Funktionsweise und Eigenschaften,
  • Materialzusammensetzung,
  • Produktions-/Lieferzeiten,
  • Preis.

Außerdem werden

  • Anwendungsbereiche und – ganz entscheidend –
  • der USP (Unique Selling Point), also das Alleinstellungsmerkmal des Produktes,

gezielt herausgestellt.

Wird dein Produktportfolio von Serviceleistungen flankiert, empfiehlt es sich, auch diese gekonnt zu präsentieren. Dazu zählen unter anderem:

  • Gewährleistungsfristen,
  • Montageleistungen/Lieferservice,
  • weiterführende Betreuung und Support,
  • ggf. Rabattsysteme.

Alle Informationen der Broschüre dienen dem Zweck, den Empfänger von den besonderen Vorteilen deines Produkts oder deines Leistungsangebotes und dem zu erwartenden Kundennutzen zu überzeugen, sein Kauf- bzw. Vertragsinteresse maximal zu wecken und im Idealfall eine Begehrlichkeit zu erzeugen, die eine schnelle Auftragsreaktion auslöst.

 

2.2 Der Inhalt – der konkrete Nutzen zählt

In der Hochwertigkeit liegen Image- und Produktbroschüre dicht beieinander, wenn es sich auf Produktebene um Premiummarken handelt. In diesen Fällen liefern oder beauftragen die Kunden in der Regel professionelles Bildmaterial und entsprechende Budgets, die eine erstklassige Produktion inklusive Veredelung auch bei Produktbroschüren ermöglichen. Der Umgang mit Platz ist, dem Markenimage verpflichtet, entsprechend großzügig bis luxuriös oder bewusst ausgefallen.

Anbieter mittelpreisiger Erzeugnisse haben da härter zu kalkulieren; demzufolge muss in diesen Fällen das Kostenverhältnis einer Broschüre auch kaufmännischen Gesichtspunkten entsprechen. Hier steht Funktionalität im Vordergrund, sichtbar gemacht nicht zuletzt im praktischen DIN-Format einer Broschüre. Mit der nötigen Erfahrung lassen sich deine Produkte und Leistungen auch mit geringerem Budget überzeugend ins Szene setzen. Wir kreieren deine individuelle Broschüre und bleiben dabei in dem von dir vorgegebenen Kostenrahmen. Versprochen!

 

2.3 Der Einsatz – unverzichtbar in Verkauf und Marketing

Produktbroschüren werden immer dort benötigt, wo Sie im direkten Kontakt mit dem potenziellen oder bereits akquirierten Kunden stehen. Das können folgende Vertriebswege sein:

  • direkt am Point of Sale (POS): in der Produktionsstätte, in Filialen oder Franchise-Shops,
  • am Messestand,
  • auf Events durch Promotionteams, z. B. bei Markteinführung eines neuen Produkts,
  • als Bestandteil deines Marketing-Mailings,
  • als Anlage im Presseverteiler bzw. Bestandteil deiner Pressemappe.

 

Häufige Zielgruppen:

  • Endverbraucher/Konsument
  • Entscheider im Einzelhandel (für Listung von speziellen Produktsortimenten)
  • Dienstleistungsempfänger
  • Besucher von Institutionen (als Wegweiser für Zuständigkeiten und Orientierungshilfe in behördlichen Fragen)
  • Medienvertreter, Öffentlichkeit
  • Förderer, Banken, Finanziers

Du benötigst Unterstützung bei der Kreation deiner Produktbroschüre? Kein Problem, wir helfen mit unserer Erfahrung in Text, Grafikdesign und Produktion gern weiter: in kompletter Projektbetreuung oder mit Einzelleistungen.

Brauchst du Infografiken, Illustrationen oder CGIs für deine Broschüre, dann nimm Kontakt zu uns auf:

3. Geschäftsbericht

Geschäftsbericht – Spiegelbild deiner unternehmerischen Kompetenz

Geschäftsberichte bzw. die darin enthaltenen Pflichtveröffentlichungen Jahresabschluss mit Anhang und Lagebericht spiegeln alle betriebswirtschaftlich relevanten Aktivitäten des zurückliegenden Kalenderjahres eines Unternehmens wider. Er gibt Aufschluss über Strukturen, Entwicklung und Ressourcen in allen betrieblichen Bereichen, stellt mit der Bilanz dein erreichtes Kosten-Nutzen-Verhältnis gegenüber und bildet auch dein Entwicklungspotenzial für das kommende Jahr ab.

Ein Geschäftsbericht ist mit dem zu veröffentlichen Pflichtteil immer das Aushängeschild der marktwirtschaftlichen Kompetenz einer Gesellschaft, darüber hinaus aber auch ein geeignetes Instrument, mit zusätzlichen Themen ein Markenimage zu transportieren.

Mehr Informationen und Tipps zur Erstellung eines Geschäftsberichtes haben wir für dich hier zusammengestellt.

4. Informationsbroschüre

Informationsbroschüre – Fakten, Fakten, Fakten

Mehrseitige Preislisten, Daten- und Produktblätter, Betriebsanleitungen für Geräte und Anlagen oder auch Beipackzettel/Pharmainformationen gehören zur Rubrik der Informationsbroschüren. Diese dienen einer reinen Produkt- bzw. Anwendungsbeschreibung oder einer Montageanleitung. Auch Amtsblätter für behördliche Informationen der Öffentlichkeit werden als Informationsbroschüre publiziert.

Bei der Umsetzung einer Informationsbroschüre kommt es weniger auf designtechnisches Know-how an. Hier zählen vor allem eine gute inhaltliche und gestalterische Gliederung sowie verständliche Texte. Wer konkrete Produktangaben oder Hinweise zur Handhabung einer Ware sucht, muss schnell an die gesuchten Informationen gelangen können. Daher werden grafische Elemente hauptsächlich zur Unterstützung der Textbotschaft (mit Infografiken/Skizzen und Icons) verwendet, nicht zu ästhetischen Zwecken.

Die Schlichtheit von Informationsbroschüren schlägt sich meist auch im Papiercharakter nieder. Es empfiehlt sich eine verhältnismäßig geringe Grammatur (ca. 60 bis 80 g/qm). So passt die Broschüre oft als Beileger einer Ware mit in die Verpackung oder lässt sich platzsparend archivieren.

Du hast noch Fragen zur Umsetzung deiner Informationsbroschüre? Wir helfen gern weiter. Ruf mich an unter 030 40045775 oder schreib eine Mail an hallo@aleksundshantu.com!

Die Umsetzung einer Broschüre – was solltest du beachten?

Zentrale Aspekte frühzeitig klären

Bevor du eine Broschüre kreierst, solltest du zentrale Aspekte, denen sich nachfolgende Schritte unterordnen, geklärt haben. Wir empfehlen dir, in folgenden Steps zu verfahren:

Tisch mit Designvorschläge einer Broschüre

 

In der Planungsphase

  • Verwendungsweck und Art der Publikation klären
  • Zielgruppe definieren
  • Erscheinungstermin und Kostenbudget festlegen

 

In der Konzeptionsphase

  • Seitenplan erstellen
  • Tonalität und Stil festlegen, unter Beachtung von CD, Corporate Language und Zielgruppe
  • Grafische/typografische Standards und Bildsprache festlegen, ggf. Musterseiten entwickeln
  • Formatwahl unter Einbeziehung der Präsentationsform (spezieller Aufsteller, Postversand …)
  • Papierrecherche/Papierwahl
  • Umfang und ggf. drucktechnische oder buchbinderische Veredelung entscheiden
  • Produktionspreise und -zeiten eruieren, ggf. rechtzeitige Druckbeauftragung/Papierbestellung
  • Zeitplan mit Verantwortlichkeiten und Milestones erstellen

 

In der Umsetzungsphase

  • Textinhalte und Bildmaterial bereitstellen. ggf. Fotoshooting organisieren
  • Zentrale Botschaft festlegen
  • ggf. (Produkt- oder Kampagnen-)Claim einbinden
  • FAB platzieren: Features – Advantages – Benefits (Eigenschaften – Vorteile – Nutzen)
  • USP (Alleinstellungsmerkmal) herausstellen
  • Glaubwürdigkeit von Produktaussagen im Faktencheck: Zertifizierungen, Nachweise, Tests …
  • Zur Kontaktaufnahme animieren, ausgewählte Ansprechpartner benennen
  • Layoutumsetzung der Seiten entsprechend festgelegten Standards oder vorbereiteten Musterseiten
  • Reinzeichnung/drucktechnische Optimierung der Datei
  • Lektorat der fertig gestalteten Broschüre (inkl. Prüfung/Korrektur der Rechtschreibung, Grammatik, Stilistik, ggf. Faktencheck)
  • Layoutfreigabe
  • Übergabe der Druckunterlagen an die Druckerei
  • Produktionsüberwachung bei Andruck vor Ort oder Proofkontrolle
  • Verbindliche Druckfreigabe
  • Qualitätskontrolle der produzierten Exemplare (Stichprobenkontrolle)
  • Versandfreigabe

 

Das Wann und Wie entscheiden

Stehen alle Eckdaten fest, sollte ein Zeit- und Kostenplan erstellt werden. Ist dieser zwischen allen Beteiligten abgestimmt, kann mit der Entwicklung des Konzeptes begonnen werden. Das bedeutet, entsprechend Zielgruppe, Art der Broschüre und CD deines Unternehmens sind ausgewählte Masterseiten zu erstellen. Diese geben den grafischen Stil wiederkehrender Elemente wie Tabellen, Diagramme, Überschriften, Info-Kästen, Illustrationen und Piktogramme, die Bildsprache und die textliche Tonalität vor. Sind die Masterentwürfe bestätigt, kann das komplette Layout in diesem Stil umgesetzt werden.

 

Drucktechnische Details rechtzeitig klarmachen

Möglichst frühzeitig sollten die Druckspezifikationen und ihre Kosten bestätigt werden. Speziell bei Sonderpapieren oder höheren Auflagen ist zu beachten, rechtzeitig den Druckauftrag auszulösen, um die Druckkapazität und das gewünschte Papier vorhalten zu können sowie über Puffer für etwaige Veredelungsoptionen zu verfügen. So stellst du sicher, dass du deine Broschüre in einwandfreier Qualität und pünktlich zum Wunschtermin in den Händen hältst.

 

Bild- und Text-Inhalte erstellen

Parallel zur produktionstechnischen Planung lässt sich der redaktionelle Content erstellen. Die sprachliche Ausarbeitung sollte auf deine Zielgruppe zugeschnitten sein, deiner Corporate Language entsprechen und zur Art der Broschüre passen (vgl. Charakteristik der Broschüren-Arten im oberen Textbereich). Falls du planst, deine Broschüre zusätzlich in einer Fremdsprache zu veröffentlichen, dann solltest du dich rechtzeitig um eine autorisierte Übersetzung kümmern. Begleitend zur Textredaktion und darauf abgestimmt sollte auch das Bildkonzept entschieden werden. Den höchsten Grad individueller Botschaft erzielst du mit eigenen Aufnahmen. Egal ob Produkt-, Location- oder Model-Shooting – bei der Setplanung ist an tausend Dinge gleichzeitig zu denken. Wenn du für Casting und Fotoproduktion Hilfe benötigst, kannst du auf unser Filmteam zählen.

 

Den Content gründlich prüfen

Bevor du schließlich den kompletten Inhalt deiner Broschüre zur Freigabe oder in den Druck gibst, sollte ein Lektorat alle Seiten penibel und fachmännisch auf Orthografie und Grammatik, Stilistik, Vollständigkeit und Schlüssigkeit prüfen.

 

Letzte Chance für Änderungen

Je nach vereinbarten Korrekturschleifen bleibt die Möglichkeit, das Gesamtdokument zu prüfen und letzte Änderungs- oder Ergänzungswünsche zu berücksichtigen. Diese werden nach Korrekturschluss textlich und grafisch umgesetzt, so dass nun einer verbindlichen Gesamtfreigabe nichts mehr im Weg steht.

 

Bevor der Druck startet: Datencheck und -optimierung

Nach Layoutfreigabe schließt sich die Druckvorstufe (Reinzeichnung) an. Hier wird das Dokument auf seine Druckfähigkeit geprüft bzw. optimiert (Anpassung des Druckrasters, Kontrolle von Bildauflösungen und Maßen, Anlegen von Beschnittmarken und ggf. Anschnittdefinierung). Denke daran, zu berücksichtigen, auf welchem Papier deine Broschüre produziert werden soll, da sich die einzelnen Papierarten und Grammaturen unterschiedlich in der Farbaufnahme und -wiedergabe verhalten.

 

Mit Proof, Andruck und Plott nichts dem Zufall überlassen

Es empfiehlt sich, vorab einen Proof oder Plott erstellen zu lassen. Während sich ein Softproof dafür eignet, Inhalte auf Platzierung und Elemente auf Vollständigkeit zu überprüfen, ist ein gedruckter Normproof nach ISO 12647-7 angebracht, um Fotos final in ihrer Reproqualität auf dem Originalpapier zu überprüfen (und ggf. im Druckdokument zu korrigieren) und für den Druck insgesamt eine farbverbindliche Vorlage bereitzustellen. Im Andruck werden die Farben der Druckmaschine dann bis in die kleinste Nuance entsprechend dem Proof angepasst. Alternativ stellen Druckereien alle Seiten auch als Plott (Druckfahne) zur Verfügung, um letzte Bildanpassungen, Satz- oder Textkorrekturen vorzunehmen.

Wie viel Zeit ist einzuplanen?

Der Umfang und individuelle Wünsche sind entscheidend

Wie lange die Umsetzung in Anspruch nimmt, hängt ganz entscheidend von der Art und dem Umfang deiner Broschüre ab. Der wiederum ist abhängig von dem Markenanspruch, dem sie gerecht werden soll.

Der zeitliche Rahmen richtet sich auch nach dem detaillierten Aufwand in der Text- und Bildbeschaffung. Verfügst du über einen geeigneten Bilderpool oder sind passende Motive zu recherchieren? Sind Bilder freizustellen und ist Bildbearbeitung vorzunehmen? Oder planst du die hochwertigste aller Bildoptionen: ein individuelles Shooting? Das alles wirkt sich in der Summe auf den Zeitplan aus und sollte bei der Planung von dir berücksichtigt werden.

Apropos Zeitplan: Den entwirfst du am besten, sobald du die groben Voraussetzungen kennst; also: den etwaigen Seitenumfang, den kreativen und ggf. textlichen Aufwand sowie deine drucktechnischen Wünsche. Beachte hierbei, dass z. B. für drucktechnische Veredelungen wie Heißfolienprägung und spezielle buchbinderische Verarbeitung zusätzliche Zeiten bspw. für Trocknungsvorgänge anfallen. Plane also sicherheitshalber 2 bis 3 Tage zeitlichen Puffer ein!

 

Du bestimmst den Umfang an Korrekturphasen und Druckveredelungen

Das Gleiche gilt für Korrekturschleifen. Je nach Größe deines Unternehmens fallen diese unterschiedlich aus. In kleineren Firmen genügen erfahrungsgemäß zwei Korrekturrunden, bei größeren erfolgt oftmals neben diesen Freigaben noch die Vorlage beim Vorstand oder Aufsichtsrat.

Nicht zuletzt beeinflusst auch die drucktechnische und buchbinderische Ausführung den Zeitplan. Für eine Softcovervariante mit Mattlack und 500 bis 1 000 Exemplaren Auflage bei 50 bis 100 Seiten Umfang solltest du etwa 12 Arbeitstage Produktionszeit einplanen. Bei besonders saugfähigen Papieren, Lacken, Matt- oder Glanzfolienveredelung und effektvoller Heißfolienprägung fallen zusätzliche Zeiten, u. a. für den Trocknungsprozess an.

Optionen in der Produktion

Praktisches DIN- oder individuelles Sonderformat?

Eine der ersten Entscheidungen für die Umsetzung deiner Publikation ist die Festlegung des Formates. Dem ordnet sich das zu erstellende Design und Seitenlayout unter. Grundsätzlich sind Sonderformate kein Problem, moderne und leistungsfähige Druckereien ermöglichen Zuschnitte für viele individuelle Wunschformate. Das trifft auch auf den Umfang des Softcovers zu: Es kann aus den klassischen 4 Seiten bestehen, aber auch durch 1/1 oder halbe Klappen – jeweils vorn und/oder hinten – ergänzt werden.

 

Bring (Zusatz-)Farbe ins Spiel!

Für den Innenteil deiner Broschüre empfiehlt sich der klassische 4/4-Farbdruck (allerdings auch einfarbig möglich). Mit der Sonderfarbveredelung, zum Beispiel in Gold- oder Silberdruck, machst du dein Cover zum Eyecatcher und verleihst deinem Geschäftsbericht, deiner Image- oder Premiumprodukt-Broschüre besondere Wertigkeit.

Farbauswahl mit Farbfächer für Broschüren Produktion

 

Bilderdruck-, Natur- oder Recyclingpapier?

Du hast die Wahl: Mit einem Bilderdruckpapier steht dir ein gestrichenes Papier mit glatter Oberfläche zur Verfügung. Es garantiert dir eine ausgezeichnete Farbwiedergabe.

Ein Naturpapier hingegen ist ungestrichen und weist aufgrund seiner Zusammensetzung eine natürlich wirkende Oberfläche auf.

Oder darf es der Umwelt zu Liebe ein Recyclingpapier sein? Es überzeugt nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch durch seine gute Farbwiedergabe, bedingt durch den hohen Weißanteil des Papiers.

 

Darf es etwas edler sein?

Bei vielen Papieren bieten sich Veredelungen wie UV-Glanzlack, Mattfolie, Hochglanzfolie oder partieller UV-Lack an. Sie alle geben der Optik deiner Image- oder Produktbroschüre ein edles Finish. Eine spezielle Folie schützt zudem das Cover vor möglichen Kratzern und gewährleistet eine längere Lebensdauer.

praegedruck broschueren

Auf die richtige Bindung kommt es an!

Für Softcover-Ausführungen bieten sich zwei Optionen an Buchbindungen an:

  • die klassische PUR-Klebebindung,
  • die Fadenheftung mit PUR-Klebebindung, bei der der zuvor geheftete Buchblock am Rücken angefräst und dann der heiße Polyurethan-Kleber aufgetragen wird;

Die Fadenheftung gewährleistet ein besseres Aufschlagverhalten der Publikation (Seiten bleiben offen) und sorgt für mehr Stabilität – auch bei sehr häufigem Benutzen.

 

Welche Druckverfahren gibt es?

Je nach Auflagenhöhe wird im Digital- oder Offsetdruck produziert. Kleine Auflagen ab 1 Stück werden digital gedruckt. Höhere Auflagen sind in diesem Verfahren nicht wirtschaftlich, da die Kosten durch den Verbrauch an Tinte unverhältnismäßig steigen. Auch kleinere Ungenauigkeiten wie Farbabweichungen bei Mehrfachdruck oder mögliche Unschärfe können auftreten. Mitunter sind auch Abstriche in der Passgenauigkeit hinzunehmen. Dafür erzielt der Digitaldruck hinsichtlich seiner zeitlichen Flexibilität und Farbbrillanz Vorteile.

Für hohe Auflagen eignet sich das bewährte Offsetverfahren. Je nach Format der Publikation kommt ein Rollen- oder Bogen-Offsetdruck in Frage, in den selteneren Fällen wird auch im Tiefdruckverfahren produziert. Broschüren werden nahezu ausschließlich im Bogenoffset produziert, ab einer Auflage von etwa 25 000 Exemplaren kann ein Rollenoffsetdruck in Erwägung gezogen werden. Mit steigender Auflagenzahl sinken die Stückkosten und steigt somit der wirtschaftliche Aspekt dieses Druckverfahrens. Da im Rollenoffsetdruck alle Arbeitsgänge (Drucken, Schneiden, Falzen) in der gleichen Maschine ablaufen und diese zunehmend für Hochgeschwindigkeitsproduktionen ausgelegt sind, werden beispielsweise auflagenstarke Tages- und Wochenzeitungen meist im Rollenoffset gedruckt.

Für Fragen rund um Druck und Veredelung deiner Broschüre stehen wir jederzeit gern zur Verfügung.

„Auch im Zeitalter crossmedialer Kommunikation sind Broschüren als Marketinginstrument unverzichtbar.“

Karin Schramm
Projektmanagerin Print