The Sound of Intelligence.
Für wen produzierst du einen Podcast?

Im folgenden Artikel beschäftigen wir uns mit den Zahlen und Fakten zum Thema ‚Podcastwerbung und Podcastmarketing‘. Darüber hinaus geht der Text aber auch auf die Verbindung von redaktionellen Inhalten und authentischen Moderatoren ein. Er verrät dir ganz nebenbei, ob sich Werbung in einem Podcast rentiert oder ob sich vielleicht doch persönliche Empfehlungen auszahlen.

Der Sound der Ruhe ist zurück. Lange drehte sich der multimediale Content ja sehr schnell. Wenn er nicht innerhalb von einer Sekunde viermal geschnitten und über hundert Kontinente laut lärmend einen Dauerlauf gemacht hatte, schien er keinen wirklichen Wert zu besitzen. Doch mit einem Mal scheinen urplötzlich eine Art arkadischer Ruhe und das gesprochene Wort zurück zu sein. Warum? Wieso? Wir legen hier mal einige Fakten vorsichtig auf den Tisch, die zeigen, dass du mit einem Podcast neue Kunden ansprechen und gute alte Bestandskunden halten könntest.

Basic: Was sind Podcasts?

Podcasts sind eine Folge abonnierbarer Mediendateien, die von einem Moderator oder Moderatorenteam gehostet werden. Diese sind über ein RSS-Feed zu abonnieren und herunterzuladen. Das ist eine etwas blasse Beschreibung, nicht wahr? Also etwas funkiger: Im Prinzip ähnelt ein Podcast einer Radiosendung mit einem Moderatorenteam, ohne Rundfunkstaatsvertrag. Die Episoden werden meist abonniert und in der Regel entweder täglich oder mehrmals in der Woche übers Handy gehört.

Infografik Podcast Microfone Infografik Podcast Microfone

Wie populär ist so ein Podcast überhaupt?

Es gibt bestimmt Menschen, die noch nie irgendwas von ‚Podcasts‘ gehört haben, aber davon werden es täglich immer weniger. Erfolgreiche Podcasts wie etwa ‚Fest und Flauschig‘ (Böhmermann/Schulz) kommen mittlerweile auf bis zu hunderttausend Zuhörer. Einer der bekanntesten deutschen Podcasts, ‚Besser als Sex‘ (Lowfire/Anioli), schafft es sogar auf mehr als 250 000. In den Staaten ziehen Podcasts noch mehr Zuhörer in ihren Bann. Selbst Mike Tyson produziert einen, und bei dem Videopodcaster Joe Rogan treffen Elon Musk und Bernie Sanders auf den amtierenden MMA-Weltmeister im Schwergewicht. An Podcasts kommt man also in der Zukunft nur schwer vorbei.

Unternehmens- und
Business-Podcast

Natürlich gibt es mittlerweile auch im Business-Bereich eine Vielzahl unterschiedlichster Podcasts zu bestaunen. Da das Thema eng mit der Entwicklung des Internets verbunden ist, überrascht es nicht, dass es besonders von und für Start-up-Unternehmer hervorragende Angebote gibt. Mir fällt etwa ‚Talente‘ von Michael Asshauer ein oder ‚StartUp‘ von Gimlet Media.

Wenn du einen weiteren Podcast kennst, den wir unbedingt featuren sollen, schick uns doch bitte eine Nachricht. Wir nehmen ihn gern mit in unsere Sammlung der empfehlenswerten Unternehmenspodcasts auf.

Aber auch große Player wie Volkswagen oder Siemens nutzen das Format mittlerweile (z. B. als Education Podcast oder Corporate Podcast): etwa um einen Wissenstransfer innerhalb des Hauses zu unterstützen oder auch als Mittel der Unternehmenskommunikation. Damit erhalten sie die Möglichkeit, ihre Firma sowie Führungskräfte, Technologien und Produkte zu präsentieren. Der Podcast ist die Ergänzung zur Mitarbeiterzeitung, die im Kommunikationsmix immer noch unerlässlich ist. Ein Podcastangebot kann für die Belegschaft sehr niedrigschwellig und die Produktion günstig sein. Wichtig ist allerdings, dass der Ton locker und ungezwungen bleibt. Der Moderator sollte sich nicht zu konventionell präsentieren und so die Unterscheidung zum klassischen Radio unterstreichen.

Infografik unternehmenspodcast Figur läuft in der City mit Kopfhörern
Infografik unternehmenspodcast Figur läuft in der City mit Kopfhörern
Podcast Infografik Expertenwissen Cornflakes Podcast Infografik Expertenwissen Cornflakes

Spezialisierter Generalist?

Du fragst nach weiteren Vorteilen, die ein Podcast für dein Unternehmen besitzen könnte? Die haben wir: Gerade im Content-Marketing kannst du langfristig deine Zielgruppe durch eine sehr präzise Spezialisierung auf dein Produkt oder deine Dienstleistung an dich binden. Dafür empfehlen wir aber, nicht auf reine und durchsichtige Werbeinhalte zu bauen, sondern einen qualitativ hochwertigen fachlichen Content bereitzustellen. Er sollte einen echten Mehrwert besitzen. Wenn du etwa Frühstücksflocken produzierst, kannst du natürlich dein Produkt in den Mittelpunkt stellen: Herkunft, Produktion, Nährwerte usw. Du kannst dich aber ganz nebenbei als Experte auf dem kompletten Gebiet der gesunden (Frühstücks-)Ernährung präsentieren. Dabei solltest du deine Zuhörer überzeugen, dass sie ihre Zeit sinnvoll verbringen, nicht vergeuden. Wir zeigen dir gerne, wie das genau funktioniert. Ruf uns gern an unter: 030 40045775.

Doch wer hört sich sowas überhaupt an?

Laut zweier Erhebungen1Quellen: Podstars, 2018 (Onlineumfrage unter 1 102 Teilnehmern) und ARD-Werbung/SPOT ON PODCAST #2 (Befragung von 10 000 Teilnehmern), die wir als Grundlage nehmen, hören Männer und Frauen zu fast gleich vielen Teilen Podcasts. Bei den Männern sind es 52 Prozent, bei den Frauen 48 Prozent – und der Großteil dieser Hörer ist zwischen 21 und 35 Jahre alt. Podcasthörer sind tendenziell zwar eher etwas jünger, aber dennoch ist jeder dritte der befragten User älter als 50 Jahre und somit ein waschechter Silver Surfer. So weit, so gut. Doch das Erste, was wirklich hervorsticht, ist das bemerkenswerte Bildungsniveau der Nutzer. Zu einem Großteil besitzen diese nämlich entweder einen akademischen Hochschulabschluss oder zumindest Abitur oder Fachabitur. Da erstaunt es nicht, dass sie durchschnittlich auch ein höheres Haushaltseinkommen von mehr als 3.000 Euro/Monat beziehen.

Wenn man nun optimistisch denkt, was wir natürlich tun, kann man in Deutschland potenziell bis zu 70 Millionen Menschen im Alter von über 14 Jahren mit Podcastprogrammen ansprechen. Gut, anscheinend haben die Autoren der Studien jeden Deutschen, der älter ist als 14 Jahre, da eingerechnet, aber 39 Millionen kannten 2018 bereits Podcasts. Und im Laufe des Jahres legte das Medium nochmals um satte 29 Prozent zu. Ja, die Fangemeinde wird immer größer, und die Hörer sind äußerst loyal: Wer einen Podcast abonniert hat, hört den in der Regel auch. – Entschuldigung, aber hört sich das nicht nach perfekter Kundenbindung an?

Infografik Diagram Altersgruppen Podcasthörer
Illustration Wo man überall Podcasts hört! Illustration Wo man überall Podcasts hört!

Wo, wann und womit hören die Menschen Podcasts?

Die meisten Podcasts werden direkt von der Seite des Anbieters heruntergeladen, die nächste größere Gruppe von Apps und dann von den unterschiedlichen Streaming-Diensten. Besonders günstig für den Podcast-Konsum scheinen beispielsweise Wartesituationen zu sein. Am häufigsten werden Podcasts, wie könnte es anders sein, auf dem Smartphone gehört.

Dabei sind die meisten Probanden der Studie, laut eigener Aussage, und das überrascht, frei von Ablenkung. Denk mal kurz an den CEO deines Unternehmens im Flugzeug oder der Bahn! Der Vertriebschef auf der Fahrt zu einem Kunden oder deine Mitarbeiter nach der Arbeit in einem intimen Rahmen: Ja, sie alle hören dem Podcast einfach nur zu. Mich erinnert das an die Vorlesung, zu der man immer sehr gern ging und von der man, seien wir ehrlich, auch heute noch in vielen beruflichen Situationen zehrt.

Werbung – oder wie oder was?!

Diese ganz besondere Intensität, die ein guter, intimer Audio-Podcast erreicht, macht sie im Prinzip für jeden Werbetreibenden interessant. Es gibt allerdings besondere Eigenheiten zu betrachten. Zum einen ist den meisten Konsumenten natürlich klar, dass ihre neueste Episode von Werbung lebt und überlebt. Deshalb akzeptierten 93 Prozent der Zuhörer auch Werbung oder Sponsoring, wenn die Sendung dadurch gratis bleibt. Es wird noch spannender: Mehr als 75 Prozent hören sich die Werbung sogar vollständig an und spulen sie nicht vor oder schalten etwa ab, sondern erinnern sich an bis zu vier, fünf Marken, die in dem Podcast genannt wurden. Hallo! Ist das möglich? Das liegt auch daran, dass sich die Zuhörer die Episoden gezielt aussuchen und nicht zufällig reinzappen. Sie sind in der Regel ernsthaft interessiert am Thema.

Dennoch schätzen die Zuhörer keine Werbespots, die den catchy Fluss des Podcasts unterbrechen. Was aber in der Regel wertgeschätzt wird, sind Empfehlungen, Hinweise oder Anregungen durch die Moderatoren. Gut 50 Prozent der Zuhörer findet es grundsätzlich okay, wenn in ihrer Lieblingssendung geworben wird. Aufgrund solcher „Empfehlungen“ haben ca. 12 Prozent nicht nur einen Kauf getätigt, sondern es wurden darüber hinaus Websites besucht, Informationen angefordert und auch Themen gesetzt. Höher wurde dieser Anteil sogar noch, wenn es sich um reine Business-Kanäle handelte.

Infograik Podcast Verteilung
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Shantu Bhattacharjee

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