Der Mitarbeiter-Podcast: intelligentes Tool für deine interne Kommunikation

Über Podcasts gibt es einiges zu berichten: uninteressante Copy-and-paste-Geschichten, supernerdige Insiderstorys. Aber es gibt natürlich auch richtungsweisende Veränderungen, die ein breites Publikum betreffen. Genau aus diesem Grund wenden wir uns in diesem Insight dem Übergang von der klassischen Mitarbeiterzeitung zum Mitarbeiter-Podcast zu und schauen uns dabei die Vor- und Nachteile mal sehr genau an.

Interne Kommunikation: Wie es begann, wie es weitergeht

Früher haben Publizistikstudenten (wie ich auch einer war) im Sommer gern bei VW am Band gearbeitet. Zum neuen Semester gaben sie dann teilweise echt kuriose und auch nicht ganz jugendfreie Geschichten aus der Autostadt zum Besten. Sie haben damals aber auch erzählt, dass die VW-Mitarbeiterzeitung eine Auflage von 75 000 Exemplaren hatte. Pro Monat! Das fanden wir damals eine echt hohe Auflage – und im nächsten Sommer wollten noch mehr von uns probieren, für die Mitarbeiterzeitung zu arbeiten, was aber leider nie so richtig geklappt hat.

Vor einigen Wochen traf ich eine ehemalige Kommilitonin auf dem Ku’damm. Es geht ihr blendend: Sie arbeitet jetzt wirklich bei VW für die interne Kommunikation, allerdings für den formidablen Mitarbeiter-Podcast, den der Autokonzern seinen Mitarbeitern spendiert.

Infografik Interne Kommunikation die verschieden Kanäle (Podcast, Newsletter, Mitarbeiterzeitung, Mailing etc.)

Interne Kommunikation im Zeitalter der digitalen Möglichkeiten

  • Intranet/interne Webseite
    Das Intranet funktioniert im Prinzip wie das Internet, mit dem Unterschied, dass die Informationen im internen Firmennetzwerk oder nur per Log-in für deine Mitarbeiter zu erreichen sind.
  • Newsletter-Mailings
    Aufbereitete Inhalte werden per Mail an die Mitarbeiter geschickt.
  • Soziale Medien
    Neuigkeiten und wichtige Informationen werden bspw. an Facebook-Gruppen, wo nur deine Mitarbeiter angemeldet sind, gepostet.
  • Mitarbeiter-Zeitung
    Das klassische und prägende Tool für deine interne Kommunikation
  • Mitarbeiter-Podcast
    Der neue Stern in der internen Kommunikation. Irgendwann beim letzten digitalen Sternencrash geboren, geht er durch die Decke und nistet sich bei emotionaler Ansprache beim Mitarbeiter fest und leuchtet. Oder doch nicht?
  • YouTube-Kanal
    Über deinen eigenen YT-Kanal können sich deine Mitarbeiter jederzeit informieren und weiterbilden. Mit eigenen Erklärvideos und extra dafür produzierten Explainern. Das ähnelt einer Infotainment-TV-Sendung, in der du die Redaktion stellst.

Mitarbeiterzeitungen als bewährtes Bindeglied

In der Mitarbeiterzeitung werden u. a. neue Strategien, Veränderungen im Unternehmen, Wissenstransfers und manchmal auch Persönliches aus dem Flurfunk weitergegeben. Wird das neue Projekt eingeführt oder nicht? Gibt es Ärger mit der Stundenabrechnung oder ist alles easy? Die Mitarbeiterzeitung ist das Bindeglied zwischen Belegschaft und Geschäftsleitung. Sie stärkt den Zusammenhalt untereinander, schafft Identität und gibt wertvolle Impulse von den Fachleuten vor Ort. Sie galt lange als das wichtigste interne Informationsmedium. Bis der Podcast um die Ecke steppte.

Infografik zeigt die Verbindung zwischen Mitarbeiter und Geschäftsleitung mit dem Podcast oder der Mitarbeiterzeitung Infografik zeigt die Verbindung zwischen Mitarbeiter und Geschäftsleitung mit dem Podcast oder der Mitarbeiterzeitung

Vorteile einer Mitarbeiterzeitung

Kontakte aufbauend, Verständnis weckend

Mitarbeiterzeitung wird in der Handgehalten

Haptik ist Kult

Für viele langgediente Mitarbeiter ist die klassische Mitarbeiterzeitung ein integraler Bestandteil. Dazu kommt, dass das Gefühl, etwas in der Hand zu halten, auf viele Menschen beruhigend wirkt – besonders in Zeiten einer sich scheinbar immer schneller drehenden Welt. Man kann die Zeitung gut mitnehmen, zu Hause rumzeigen und sich am Ende sogar noch einen eleganten Malerhut daraus basteln.

Mitarbeiterzeitung Haptik Nachhaltig
Mitarbeiterzeitung und Kalender

Gleichmäßig und verlässlich

Die Mitarbeiter in deiner Öffentlichkeitsarbeit kennen das Medium seit Langem. Aber auch alle anderen. Es ist jetzt nicht immer heiß erwartet, aber als Ritual ist die Zeitung bekannt und anerkannt. Sie alle könnten wegen einer Umstellung von Zeitung auf Podcast eventuell verunsichert sein. Jetzt nimmt uns diese verflixte Digitalisierung auch noch die Zeitung weg. Was kommt als Nächstes? Unsere Jobs?

Öffentlichkeitsarbeit Mitarbeiterzeitung Verlässlichkeit

Vorteile Mitarbeiter-Podcast: one, two, three ...

Im Verlauf der Digitalisierung ist in der internen Kommunikation ein eher exotischer Player aufgetaucht: der Podcast. Während einige lange dachten, es wäre bereits Digitalisierung, wenn man die Seiten einer Mitarbeiterzeitung einfach einscannt, ist der Mitarbeiter-Podcast für deine Konkurrenten bereits ein Teil ihrer Digitalisierungsstrategie. Aber welche Vorteile hat so ein Podcast überhaupt?

Grafik Eurozeichen mit Pfeil nach unten als Symbol für eine günstige Produktion

Günstig zu erstellen

Im Vergleich zur eher aufwändigen Mitarbeiterzeitung kannst du einen Podcast selbst produzieren. Ja, du! Sicher, es müssen Themen gefunden und ein Redaktionskonzept erstellt werden, aber die Produktion ist mit einfachen Mitteln zu stemmen. Günstige kleine Ministudios und Aufnahmegeräte oder auch digitale Modelle können leicht und auch spielerisch umgesetzt werden. Keine Druck-, Lager- und Lieferkosten fallen mehr an. Auch der Vertrieb wird ein klein wenig handlicher.

Redaktionskonzept Podcast Einfache Produktion
Grafik eines Mikrofone mit weiteren Icons die Sybolisieren wie authentisch ein Podcast sein kann

Aktuell in der Produktion, authentisch im Klang

Nach der Aufnahme ist vor der Aufnahme. Wenn du einen Podcast erstellst, kannst du viel aktueller reagieren. Die Themen können mit einem anderen, neuen Sound angegangen werden. Denk bitte daran: Vor allem der unverstellte Ton der Beiträge ist einer der Vorzüge der Mitarbeiter-Podcasts. Sprache vermittelt Emotionen und Authentizität.

Vorzüge Mitarbeiter-Podcasts Vermittelt Emotionen
Grafik symbolisiert wie gut man mit einem Podcast Hören, Lernen, Verstehen kann

Hören, lernen, verstehen

Ein Mitarbeiter-Podcast kann den Mitarbeitern in Teilen gut und zeitsparend Wissen vermitteln. Wenn du den Podcast erstellst, geht es darum, nützliche Informationen und unterhaltsame Themen im Mix zu präsentieren. Man spricht dann von ‚Infotainment‘.

Mitarbeiter-Podcast Infotainment Zeitsparend Wissen vermitteln
grafik um junge mensch bzw. neue Mitarbeiter finden kann zeigt einen Rucksack

Neue Mitarbeiter finden

Mit guten, authentischen und emotionalen Mitarbeiterstorys und Stimmen lassen sich auch neue Mitarbeiter finden. Beachte: Immer mehr junge Menschen hören Podcast! Sie haben möglicherweise gerade ihre Schulausbildung oder ein Studium abgeschlossen. Wenn du einen Podcast produzierst, hol sie doch dort ab!

Mitarbeiterstorys Junge Menschen
Grafik zeigt, dass man einen Podcast im Auto, Zug, oder zuhause ansehen kann

Mitreisender Inhalt

Einen Podcast kann jeder Mitarbeiter überall und auch nebenbei genießen: während der Arbeit, am Rechner, auf Reisen oder beim Bogenschießen. Meist werden Podcasts in entspannter Umgebung konsumiert. Also Füße hoch, los geht’s!

Zug Flugzeug Zu Hause Auto
Grafik ein Mitarbeiter Podcast lässt sich gut auswerten

Leser zählen, Artikel bewerten

Während früher Zeitungen gedruckt (und damit auch die Umwelt belastet) wurden, ohne genau zu wissen, ob oder wie häufig sie überhaupt gelesen werden, kann bei einem Mitarbeiter-Podcast recht genau bestimmt werden, welche Artikel von Hörer-Interesse waren.

Analytics Nachhaltigkeit
Grafik mit einem Mitarbeiter-Podcast erreicht man viele

Enorme Reichweite

Ein Podcast ist zunächst vielleicht auf deine deutsche Belegschaft beschränkt. Es soll aber laut Google sehr bald möglich sein, den Podcast dank smarter Daten in der jeweiligen Landessprache zu hören. Wow, Technik macht es möglich! Das heißt, du nimmst bei dir auf und dein transsilvanischer Arbeitskollege hört dich in seiner Landessprache.

Reichweite Google Smarte Daten
Grafik mit einem Mitarbeiter-Podcast kann man sein SEO steigern

SEO-Relevanz

Der Podcast wird Erste-Klasse-‚Bürger‘ bei Google. Was das heißt? Na, neuerdings tauchen bei der Google-Suche auch Podcasts auf. Wenn du das gerne möchtest, kannst du den Titel deines Mitarbeiter-Podcasts so perfekt optimieren, dass er im Ranking vertreten ist. Mach das aber nur, wenn deine Informationen auch für externe Hörer bestimmt sind!

SEO Sichtbarkeit Besseres Ranking
Grafik ein Mitarbeiter-Podcast kann in einem geschützten Bereich stattfinden

Sicherheit

Du kannst den Podcastzugang alternativ auch mit einem Eins-a-Log-in, also einem Passwortschutz, versehen, so dass nur deine Mitarbeiter Zugang haben. O, wir haben da rein zufällig ein sehr aufregendes Whitelabel-Template, welches wir gerne anbieten und auch ins Intranet integrieren können.

Sicherheit Log-in-Bereich Internes Netzwerk
Grafik Mitarbeiter-Podcast hilft mitarbeiter langfristing an sich zu binden

New School

Laut einer ARD-Studie* hören immer mehr Menschen ab 14 Jahre Podcast. Somit werden künftig wohl immer mehr von deinen Mitarbeitern podcastaffin sein. Möglicherweise ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen. (*ARD-Werbung/SPOT ON PODCAST #2 (Befragung von 10 000 Teilnehmern; https://www.ard-werbung.de/spotonpodcast/)

ARD-Studie Zukunftsweisend

Haben wir nicht was vergessen?

Irgendwo hier müsste doch noch stehen, dass wir eine ziemlich einzigartige Anleitung erstellt haben, wie man einen Podcast produziert. Ach, sieh mal, hier ist sie ja.

Fazit

It takes two to Tango. Bei der internen Kommunikation gibt es natürlich auch mehr als zwei Arten, richtig gut zu tanzen. Das ist mit der Ankunft der Mitarbeiter-Podcasts natürlich nicht wirklich anders geworden. Unser Tipp: Bleib vielfältig! Wenn es dir möglich ist, deck mehrere Themen ab! Frag auch deine Mitarbeiter, was ihnen gefallen würde und sinnvoll erscheint. Eventuell ist es der Mix aus klassischer Mitarbeiterzeitung und ‚State of the Art‘-Mitarbeiter-Podcast. – Kann gut sein. Unser Vorschlag: die Zeitung einmal im Jahr und den Podcast monatlich.

Im Zweifelsfall frag uns! Wir haben für deinen Mitarbeiter-Podcast immer ein offenes Ohr.

Portraitbild Shantu Bhattacharjee

Die anderen Podcasts sind schon gut, aber eben nicht so gut wie unsere.

Shantu Bhattacharjee

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