Die digitale Überweisung kommt aus der Telemedizin und gehört zu „Digital Health“. Sie umfasst den elektronischen Austausch von Patientendaten. Ärzte nutzen sie, wenn kein direkter Kontakt mit dem Patienten nötig ist; dadurch tauschen sie Informationen untereinander schneller aus. Dies trägt dazu bei, dass sie interdisziplinär besser zusammenarbeiten und ihre Abläufe optimieren. Ein wichtiger Einsatz ist die Weitergabe von Befunden. Ärzte senden Laborwerte oder Testergebnisse direkt an andere Fachärzte. Dadurch wird der Weg der Behandlung verkürzt und medizinische Entscheidungen können schneller erfolgen.
Die digitale Überweisung hilft nicht nur in der Administration zwischen Hausärzten und Spezialisten sowie den verbundene Krankenkassen. In der Praxis nutzen Kliniken diesen digitalen Weg oft im Rahmen der Diagnostik und gemeinsamen Therapiegestaltung. Sie schicken zum Beispiel Ergebnisse bildgebender Verfahren oder Laborwerte direkt an weiterbehandelnde Mediziner und Therapeuten und tauschen sich ggf. im Telekonsil dazu aus. Dadurch entfallen viele Zwischenschritte, was den gesamten Prozess dynamischer und effizienter werden lässt. Voraussetzung ist eine sichere digitale Technik. Deshalb arbeiten Ärzte mit geprüften, zertifizierten Systemen und verschlüsselten Verbindungen, um Patientendaten zu schützen.
Die in der Zukunft noch weiter zunehmenden digitalen Möglichkeiten von E-Health werden auch die Forschung und Entwicklung in den Bereichen Pharma und Diagnostik vorantreiben. Schon heute tragen sie dazu bei, Ressourcen zu sparen und Umweltbelastungen zu reduzieren.