Moderne App-Entwicklung –
der unaufhaltsame Aufstieg der
E-Health-Apps

In der rasanten Entwicklung, die E-Health und Telemedizin gerade nehmen, trendet neben Big Data besonders die mobile App.

Eine mobile App bietet ihren Entwicklern bei geringem finanziellen Risiko innovative Behandlungskonzepte. Patienten erhalten mehr Selbstständigkeit und Krankenkassen eine verbindliche und evaluierbare Möglichkeit, die Telemedizin zu fördern.

Wohin geht die Entwicklung der
E-Health-Apps?

Die kleinen schlanken Programmanwendungen haben ihren Zenit noch lange nicht erreicht. Gemeinsam mit Sensoren und auf den Schwingen des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) finden sie ihren Weg vom User zum virtuellen Krankenhaus in die Videosprechstunde und zum Telemonitoring und bereiten so das Internet of Medical Things vor.

Die Hoffnung auf die Zukunft: E-Health und damit auch die Gesundheits-Apps steigern in der Breite und in der Tiefe die Versorgungsangebote und machen die Patienten mündiger, während sie nebenbei noch die Krankenkassen entlasten.

Die Zukunft planbar machen, App-Entwicklung nutzen!

  • Was können wir für unsere Gesundheit tun?
  • Wie steht es mit strukturschwachen Gegenden?
  • Wie können wir mit Telemedizin, Telesprechstunde und durch das virtuelle Krankenhaus dem unheilvollen Kreislauf von zu wenig Angeboten und Medizinern entkommen?

Vielleicht nicht anders als mit E-Health-Apps, Big Data und dem Internet of Medical Things.

Zudem: Stehen wir nicht längst vor Fait accompli? Nutzen Digital Natives, aber auch Silver Surfer, nicht längst Apps, um ihre Gesundheit zu überprüfen, zu verbessern?

Wenn wir heute erstaunt registrieren, dass die Regierung eine tief vernetzte Digital-Health-Infrastruktur plant, denken viele vorschnell an eine Überwachung, doch vielleicht ist es auch nur ein Mitdenken und Vorfühlen in die Zukunft?

Deutschland möchte und kann seinen Bürgern eine moderne digitale Versorgung bieten. Das ist im Vergleich zu anderen Staaten ein wegweisender Schritt für unsere Gesundheit und natürlich müssen dabei Privatsphäre und Datensicherheit beachtet werden.

Illustration zeigt die digitale Infrastruktur- und Versorgung für den Nutzer Illustration zeigt die digitale Infrastruktur- und Versorgung für den Nutzer

Fragen an die Gesundheits-App

Es gibt solche und solche E-Health-Apps. Auch hier tummeln sich weniger respektable Menschen, die nur gerne aufspringen und schnell viel Geld verdienen wollen. Es werden demnächst einige Apps bereits vom Arzt verschrieben und dann von der Krankenkasse für ein Jahr bezahlt werden, wenn sie das CE-Zeichen, quasi den Adelstitel für eine Gesundheits-App, tragen dürfen.
Als Medizin-Apps sind das bereits Tinnitus oder CardioSecur für Menschen mit Herzproblemen. Sie sind geprüft und anerkannt, weitere werden folgen. Aber hinter anderen Applikationen stecken Software-Entwickler, bei denen sich der User schon mal fragen kann: Steckt da Sachverstand und XMV dahinter?

Diesen berechtigten Fragen muss sich eine Gesundheits-App stellen:

  • Hält die App das, was sie verspricht?
  • Stimmt die Funktion mit dem Angebot überein?
  • Welches Interesse hat der Hersteller?
  • Wer steht im Impressum?
  • Wie wird die App finanziert?
  • Wird Werbung eingeblendet und werden Sponsoren genannt?
  • Sind die Ratschläge und Informationen verständlich?
  • Sind die ausgegebenen Daten und Werte plausibel?
  • Unterscheiden sich die Werte von den vom Arzt gemessenen Werten?
  • Wird darauf hingewiesen, einen Arzt zurate zu ziehen?
  • Verlangt die App Zugriff auf das Adressbuch?
  • Gibt es Hinweise zur Weitergabe von Daten an Dritte?
  • Wo werden die Daten gespeichert: auf dem Smartphone/Tablet oder extern?

Welche Kategorien gibt es im Bereich E-Health?

Grundsätzlich lassen sich E-Health-Apps in vier verschiedene Kategorien unterteilen – bis jetzt zumindest.

Während sogenannte Fitness- und Lifestyle-Apps für alle Nutzer interessant sind, die ihre Lebensqualität im Alltag bewusst erhöhen möchten, führen Service-Apps den Benutzer an die Telemedizin heran und helfen gezielt dabei, sich zurechtzufinden.

Gesundheits-Apps werden vom Arzt verordnet und kommen als Therapie- und Diagnostik-Apps erst im Krankheitsfall zum Einsatz.

In der medizinischen Forschung finden Apps Verwendung, die die beim Telemonitoring gesammelten Daten auswerten und dadurch helfen, Therapien und Medikation zu überprüfen und langfristig zu verbessern.

Die vier Kategorien der E-Health-Apps im Überblick:

Fitness- und Lifestyle-Apps

Die Fitness-App scheint mittlerweile das anerkannte kleine Fitnessstudio am Arm zu sein. Sie misst nicht nur die Wege, die wir zurücklegen, sondern taktet unsere Einheiten, überprüft Trainingsziele und zählt jeden einzelnen Liegestütz und jede Squat, die wir machen. Dann wertet die App diese in Verbindung mit unseren Lebensjahren, Gewicht, Vorerkrankungen etc. aus.

Serviceorientierte Apps

Serviceorientierte Apps erinnern den Benutzer an die rechtzeitige Einnahme von Medikamenten und überwachen den Impfstatus. Sie bieten als Service direkt aus der App die Vereinbarung von Arztbesuchen an und helfen bei der Onlinekommunikation, etwa bei einem Telekonsil oder in der Videosprechstunde mit einem Arzt. Zudem erklären sie dem Benutzer ein Rezept oder einen Befund.

Gesundheits-Apps

Das sind Therapie- und Diagnostik-Apps, die seit 2020 von einem behandelnden Arzt verschrieben werden. Sie müssen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf Datensicherheit, Datenschutz und Funktionalität geprüft und in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen aufgenommen sein. Die im Krankheitsfall verordneten Apps geben Anleitungen, überprüfen Symptome, helfen zu analysieren und dadurch die Auswirkungen der Behandlung besser einzuschätzen.

Apps für die Gesundheitsforschung

Diese Applikationen sammeln und werten genau die Daten aus, die von den Fitness- und Gesundheits-Apps regelmäßig erhoben werden. Sie sind die osmotische Linie zu Big Data und Data-Mining. Besseres Datenmaterial kann sich die medizinische Forschung kaum wünschen, weil das Telemonitoring gut zu verfolgen ist und keine zusätzlichen Erhebungen notwendig sind. Die Gesundheitsforscher bekommen dadurch solide und valide Daten.

Schau in die Zukunft:
Die medizinische Digitalisierung kommt!

Wir haben uns ein wenig umgeschaut und einige wegweisende Gesundheits-Apps und applikationsbasierte Systeme aus dem Angebot herausgefischt.

Diese zeigen, dass Gesundheits-Apps viel mehr sind als „nur“ Ratgeber oder Schrittmesser. Sie verändern die Medizin und können eine echte Unterstützung für Ärzte in der Blended Care sein.

SynPhNe (appbasiert)

Mit der appbasierten Lösung von SynPhNe Pte Ltd gelingt das synchrone Training von Gehirn und Muskeln bei einer Rekonvaleszenz nach einem Schlaganfall, aber auch bei einer Aufmerksamkeitsstörung.

Das System besteht zusätzlich aus einem Handschuh, ausgestattet mit Muskelaktivitätssensoren. Mit diesem Handschuh werden Übungen ausgeführt, die von einem Video vorgegeben werden. Die Bewegungen der Hand und die denen zugrundeliegenden Hirnsignale werden dann in Echtzeit synchronisiert.

Hier geht es zum Video vom MEDICA-App-Winner SynPhNe aus Singapur.

Sensorenhandschuh für Training von Gehirn und Muskeln Sensorenhandschuh für Training von Gehirn und Muskeln

DeePathology.ai (appbasiert)

Das Cell Detection STUDIO ist ein KI-Werkzeugkoffer für die Pathologie. Dabei wird KI genutzt, um Forschung und Diagnostik in jedes Pathologie-Labor der Welt zu bringen. Pathologen und Forscher können mit dem KI-Algorithmus Lösungen für ihre Arbeiten erstellen. Dabei werden z. B. Algorithmen zur Zellerkennung, zur Gewebesegmentierung und zur Objekterkennung erstellt. So können diese das Zählen von Zellen und verschiedenen Arten von Objekten, das Segmentieren von Tumorregionen und vieles mehr übernehmen.

Hier geht es zur Website DeePathology.ai aus Israel.

midge medical (appbasiert)

Die Midge-Medical-App bietet eine Blutanalyse über das Smartphone. Dabei entnimmt sich der User durch eine Lanzette zunächst selbst einen Pikser Blut. Das sickert in einen integrierten Teststreifen, der sich verfärbt. Die Farbe wird aufgenommen, analysiert und digitalisiert.

Mit dem Gerät lässt sich der CRP-Wert im Blut ermitteln, mit dessen Hilfe beurteilt werden kann, ob eine infektiöse oder nicht infektiöse Ursache zugrunde liegt. Dadurch kann der Arzt per Telemedizin entscheiden, ob ein Antibiotikum sinnvoll ist oder nicht.

Hier geht es zur Website der midge medical GmbH aus Berlin.

Blutanalyse über einen Teststreifen mit anschließender Auswertung Blutanalyse über einen Teststreifen mit anschließender Auswertung

Mika-App

Die App Mika ist in Zusammenarbeit mit der Charité entstanden und begleitet Krebspatienten und Angehörige durch ihre Therapie.

Mithilfe dieser App kann der Patient den Therapiefortschritt ablesen und bekommt einen täglichen Check-up. Zudem sammelt und liefert die Gesundheits-App fundierte Information und von Experten verifiziertes Wissen.

Hier geht es zur Website der Fosanis GmbH aus Berlin.

Nia-App

Nia ist eine mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Gesundheits-App, die Unterstützung für Neurodermitispatienten und Tipps und Tricks für den Alltag anbietet. Experten stehen auf Abruf bereit und helfen, neue Schubauslöser frühzeitig zu erkennen und daraus zu lernen. Die App ermittelt auch den PO-SCORAD-Wert.

Die Gesundheits-App wurde gemeinsam mit Betroffenen und Neurodermitis-Experten entwickelt. Sie nutzt eine innovative KI-basierte Begleitung und arbeitet auf der Grundlage klinisch evaluierter Inhalte.

Hier geht es zur Website der Nia Health GmbH aus Berlin.

Hand wird gescant und das Krankheitsbild analysiert Hand wird gescant und das Krankheitsbild analysiert

Tinnitracks-App

Tinnitracks ist die App zur Behandlung von Tinnitus. Sie bietet zwei Therapien an und wird bereits heute von HNO Ärzten verordnet. Die Kosten für die App werden von den meisten Krankenkassen erstattet.

Die App enthält eine Basistherapie, die mit der Counseling-Methode arbeitet, und auch eine Neuro-Therapie, die mit gefilterter Musik den tonalen Tinnitus behandelt.

Hier geht es zur Website der Sonormed GmbH aus Hamburg.

FibriCheck-App

Die FibriCheck-App der belgischen Firma Qompium dient der Erkennung von Herzrhythmusstörungen über die Smartphone-Kamera.

Sie kann Unregelmäßigkeiten am Herzen erkennen und so Schlaganfälle verhindern. Dafür muss der User seinen Finger eine Minute lang über das Smartphone halten, um den Herzrhythmus zu messen.

Die FibriCheck-App erkennt zudem nachts automatisch intermittierendes Vorhofflimmern und hilft dabei, das Schlaganfallrisiko frühzeitig zu erkennen und dadurch zu verringern.

Hier geht es zur Website der Qompium N.V. in Belgien.

Fingerscan mit Smartphonekamera und Messung des Herzschlages Fingerscan mit Smartphonekamera und Messung des Herzschlages
Luftqualität wird gemessen und Werte angezeigt Luftqualität wird gemessen und Werte angezeigt

Luftqualität-App

Dank der Luftqualität-App des Umweltbundesamtes (UBA) können wir uns nun die gesundheitsgefährdenden Feinstaub-, Stickstoffdioxid- und Ozon-Werte in unserer nächsten Umgebung anzeigen lassen. Die Daten sind live und werden stündlich aktualisiert.

Die App ist werbefrei und erhält ihre Informationen aus mehr als 400 Luftmessstationen.

Hier geht es zur Website des Umweltbundesamtes in Dessau-Wörlitz.

Stress-Mentor-App

Die Stress-Mentor-App wurde von Forschern der TU Kaiserslautern entwickelt. Sie enthält unterschiedliche nach aktuellem Kenntnisstand bewährte Methoden für das persönliche Stress-Management. Der User kann Einträge zu Schlafdauer, Stresslevel und Ernährung machen, welche die App mit einer Farbskala von rot bis grün bewertet.

Die App ist ein Selbsthilfewerk und nicht für das Erkennen und Behandeln von Krankheiten geeignet. Die Daten werden lokal auf dem Smartphone gespeichert.

Hier geht es zur Pressemeldung über die App auf der Website der TU Kaiserslautern.

Die Zukunft beginnt heute

Privatisierung und Datensicherheit fallen einem schnell ein, wenn man über die moderne Entwicklung auf dem medizinischen Sektor nachdenkt.

Doch je länger und genauer man sich die Anwendungsmöglichkeiten und die Benefits anschaut, verwandelt sich das Bild und wird vielschichtiger und auch zukunftsweisender.

Wenn wir in zwanzig oder dreißig Jahren auf die heutige Zeit zurückschauen, begreifen wir, dass die Weichen zu jenem Zeitpunkt gestellt wurden und die heutigen E-Health-Apps eine Vorstufe für die Entwicklungen in der Telemedizin, für das virtuelle Krankenhaus, aber vor allem für das Internet of Medical Things gewesen sind.

Illustration zeigt die zukünftige, digitale Entwicklung des E-Health Illustration zeigt die zukünftige, digitale Entwicklung des E-Health
Shantu Andreas Bhattacharjee - Portrait

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Shantu Bhattacharjee

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