Sensation Marketing ist eine Form des Guerilla-Marketings und ähnelt in einigen Aspekten dem Ambient-Marketing. Dabei zielt Sensation Marketing vor allem darauf ab, eine starke Aufmerksamkeit oder echte „Sensation“ zu erzeugen und sich klar von klassischen Werbekampagnen abzuheben.
Häufig setzt Sensation Marketing auf auffällige Installationen oder inszenierte Shows. Diese erzeugen starke visuelle Eindrücke und liefern gleichzeitig zahlreiche Fotomotive. Dadurch entstehen Inhalte, die Nutzer in sozialen Netzwerken teilen und weiterverbreiten. Besonders wichtig ist dabei die Mundpropaganda, die als kostenlose Reichweite und zusätzliche PR wirkt.
Das Ziel von Sensation Marketing besteht darin, Menschen durch überraschende und emotionale Aktionen zu aktivieren. Dadurch werden Konsumenten selbst zu Multiplikatoren, die die Botschaft weitertragen. Aus diesem Grund findet diese Marketingform häufig im öffentlichen Raum statt. Sie verzichtet bewusst auf klassische Kanäle wie Plakate oder TV-Spots. Stattdessen platziert sie Aktionen dort, wo Nutzer sie nicht erwarten – etwa an Hausfassaden, in urbanen Räumen oder an ungewöhnlichen Alltagsorten. So bricht sie bewusst Seh- und Denkmuster und arbeitet oft mit geringen Produktionsmitteln.
Ein Beispiel liefert Amnesty International: Die Organisation nutzte Sensation Marketing zum Thema „Menschenhandel“, indem auf Flughafen-Kofferbändern plötzlich transparente Koffer erschienen, in denen echte Menschen sichtbar waren. Ein weiteres Beispiel stammt aus der Filmpromotion: Quentin Tarantino setzte für „Death Proof“ künstliche abgetrennte Arme mit einer DVD ein, um Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum zu erzeugen.