Run, Mario, run! oder: Im sanften Rausch der Show-Packaging-Bubbles

Mit der Anfrage für die Animation eines Nintendo-Show-Packagings trat 2019 die Agentur brandscape an uns heran. Dass der Livestream dann einen Preis gewinnen sollte, ahnten wir da aber noch nicht.

2019 wurden unsere Augen von einem auf den anderen Tag größer. Der Auftrag für Nintendo für ein Show-Packaging ließ nämlich unsere ganz hart gewordenen und auch leider ziemlich verwaisten Gamer-Herzen definitiv wieder höherschlagen und an das Gute glauben. Nintendo, o Junge, das ist ja nicht nur eine Firma wie jede andere. Das ist Nintendo Game Boy, der atemlose Traum aller Kinderherzen. Um es mit Waynes World zu sagen: Wir fühlten uns ein klein wenig „unwürdig“. Nein, Spaß! Aber ziemlich abgefahren war dieser Kunde dann doch. Auch weil uns die ausführende Agentur brandscape über Google gefunden hat. Und ja, es war Liebe auf den ersten Auftrag.

Illustration Berg Animationsstudio

Animation für den Nintendo-Livestream

Wie jedes Jahr war Nintendo wieder ziemlich prominent auf der Gamescom in Köln vertreten. Ein Moderatorenteam führte professionell durch den abwechslungsreichen Event, der im Stream live übertragen wurde und sich bei den Kids rasender Beliebtheit erfreute. Livegaming, Interviews und Fachgespräche wechselten sich vor einem großen Publikum in schneller Abfolge ab. Auch im Netz.

Für den dazugehörigen Livestream hat unser Animationsstudio die wabernde und angenehm bubbelnde Logo-Animation gebaut. Der Auftrag beinhaltete aber darüber hinaus noch Trenner und Bauchbinden. Dieses bis über beide Ohren grinsende Show-Packaging wurde dann in der mehrstündigen Show (die übrigens ausgezeichnet wurde, Glückwunsch ans Team!) von der Regie wiederholt eingesetzt. Die Logoanimation lief aber nicht nur im Livestream, sondern füllte auch den ganzen Hintergrund der Bühne, sämtliche Monitore und auch, wenn die Gamer um den Sieg kämpften, war sie als eine Art Trenner zwischen den Konkurrenten im Einsatz.

Die Logo-Animationen waren dabei ganz und gar auf das einzigartige Nintendo-Feeling angelegt. Das Intro spielte zudem mit den Logo-Elementen und der bekannten Sprechblase und zeigte unterschiedliche Arten des Nintendo-Brandings. Sagen wir es mal so: Wir versuchten im Show-Packaging einfach, das zu transportieren, was wir und auch viele andere Gamer mit Nintendo verbinden: Freude, Spiel, Spaß und in diesem Fall natürlich auch den Sommer.

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Der Weg zum erfolgreichen Show-Packaging

Doch der Reihe nach. Die Agentur brandscape schickte uns ja ganz am Anfang des Projekts erst mal einiges an spannendem Footage. Das veränderten wir in den folgenden Stunden ganz vorsichtig, um es an das Logo anzupassen. Im nächsten Schritt arbeiteten wir die grafischen Elemente des Logos einzeln auf, um diese in der Animation unabhängig voneinander bewegen zu können. Buchstaben wurden voneinander getrennt und Blasen auf einer eigenen Ebene angelegt. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, mussten wir schon früh im Kopf haben, welche Elemente sich wie bewegen sollten. Das Logo sollte nach unserer Vorstellung, einmal in Bewegung gekommen nicht mehr anhalten, sondern sich bewegen. Es sollte uns entgegenspringen und wieder verrückt zurücklaufen – und das machte es dann auch.

Die Arbeit nahm plötzlich rasant an Fahrt auf, als wir zur Vorbereitung der Logo-Animation in After Effects wechselten und mit der Animation begannen. Als Vorgabe für das Timing hatten wir dafür von brandscape ein Voice-over bekommen, an dem wir uns gut orientieren konnten. Die Frage war, wann die Bubbles aufeinandertreffen und ineinander übergehen sollten. Das klappte nach einigen Versuchen ganz gut. Dann legten wir den passenden Hintergrund in Farbe und Bewegung fest und ließen alles ganz nice verschmelzen. Um unsere Pipeline und die späteren Renderingprozesse so schlank wie möglich zu halten, hatten wir auch die Audiobearbeitung in After Effects angelegt und das Intro mit zusätzlichen Soundeffekten unterstützt. So erweckten wir auch die einzelnen Szenen in den Bubbles zum Leben, und man fühlte sich stärker in die Szenerie gezogen. Auch das Mastering erfolgte in After Effects, wobei die spätere Auslieferung doch tricky und eine echte technische Lehrstunde in puncto Halbbilder war.

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Kundenreaktion

„[…] dass sich diese Shows, die nur rudimentär geprobt sind und sein können, so flüssig und schlüssig live zusammensetzen, ist der Expertise und dem Können jedes Einzelnen von Euch zu verdanken.

In meiner kreativen Gesamtverantwortung für ein absolutes Herzensprojekt kann ich Euch nur aus der Tiefe meines Herzens für Eure Unterstützung, Eure Ideen, Euren Output und Eure unglaubliche Arbeit danken. Und dafür, dass Ihr mich in jedem Moment ertragt.

Aus Tausenden Gesichtern und doppelt so vielen Augen schlägt uns die Begeisterung unseres Publikums entgegen. Nehmt „Kevin“, den Katzenjungen aus der Freitagsshow, und beurteilt selbst, ob sich der Aufwand wieder einmal gelohnt hat […]“

Heiko Rüll (brandscape)

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