2D-Animationen zur Langeweile und wie wichtig diese für das Gehirn ist

„Langeweile – die Windstille der Seele“, wie Nietzsche sie genannt hat, ist in ihrem enormen Potenzial völlig verkannt. Harald Lesch ging in seiner Sendung dem Phänomen Langeweile auf den Grund. Der Professor unterrichtet Naturphilosophie und Physik an zwei renommierten Münchner Universitäten. Als TV-Moderator seines eigenen Fernsehformats ‚Leschs Kosmos‘ erklärt er regelmäßig komplexe wissenschaftliche Themen. Als Partneragentur des ZDF wird ALEKS & SHANTU regelmäßig angefragt, 2D-Animationen zu erstellen, um im Realbild nicht oder nur sehr aufwändig darstellbare Szenen in alternativer Form zeigen zu können. Einen Zusammenschnitt der 2D-Animationen für den aktuellen Beitrag zur Langeweile gibt es weiter unten, die komplette Sendung gibt es hier: ZDF: ‚Langeweile – die Windstille der Seele‘

Die geheime Macht der Langeweile

Wenn das Gehirn monotone Aufgaben ausführt, wobei es sich nicht anstrengen muss, geht es in den sogenannten Tagträumer-Zustand über. Das Überraschende an diesem Zustand ist, dass er die Kreativität ungeahnt fördert. Selbst bei Affen kann man dieses Phänomen beobachten: bei den indischen Tempelaffen zum Beispiel. Da sie als heilig verehrt werden, müssen sie sich um die Nahrungssuche nicht mehr kümmern und haben damit enorm viel Zeit, nichts zu tun. Die Folge: Es wird ihnen langweilig. Diese Affen kann man jedoch dabei beobachten, wie sie sich riskante Zeitvertreibe einfallen lassen, so springen sie aus relativ großer Höhe in ein Wasserbecken. Viel drastischer ist der Effekt jedoch beim Menschen. Albert Einstein hätte seine Relativitätstheorie wahrscheinlich nie entwickelt, wäre ihm in seinem Beamtenjob in Bern nicht so furchtbar langweilig gewesen. Da die verschiedenen Abläufe im Gehirn nicht in Realbild darstellbar sind, animierten unsere Motion-Designer die Szenen für den Beitrag zum Teil in Legetrick, zum Teil als 2D-Animation. Im Legetrick werden die verschiedenen Bildelemente genau dort in die Animation „geschoben“, wo sie sich bewegen, und wenn sie in der Szene nicht mehr gebraucht werden, dann „schiebt“ man sie einfach wieder heraus. – Eine sehr beliebte Technik für Erklärvideos und Erklärfilme.

Mehr von unseren Motion-Designern und Animationen fürs TV findet ihr hier.

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