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Nearshore-Software-Entwicklung

Nearshore-Software-Entwicklung (‚Nearshoring‘) bezeichnet aus mitteleuropäischer Sicht die Verlagerung der Software-Entwicklung ins osteuropäische Ausland.

Software-Entwicklung wird meist durch hohen Kostendruck und Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften in Deutschland geprägt. Deshalb wählen einige Unternehmen IT-Dienstleister aus dem Ausland wie etwa Polen, Rumänien oder Bulgarien, um dort Teile ihrer Software entwickeln zu lassen. Bei der Nearshore-Software-Entwicklung stehen besonders die geografische Nähe und die Verlagerung einer bestimmten Tätigkeit im Mittelpunkt des Interesses, weniger die gesamte organisatorische Verlagerung.

Durch die Nearshore-Software-Entwicklung minimieren die auftraggebenden Unternehmen etwa die initialen Projektkosten. Sie verkürzen zudem die Laufzeiten, agile Methoden wie Scrum werden dabei auch in der Nearshore-Software-Entwicklung verwendet. Die Nähe macht Reisen zum Dienstleister leichter möglich, es gibt keine Zeitverschiebungen, und die rechtlichen Schwierigkeiten werden reduziert. Zudem sind die Mentalitätsunterschiede geringer einzuschätzen als etwa bei der Offshore-Software-Entwicklung.