On-Air-Design – kurz erklärt anhand toller Beispiele

Die Begriffe ‚On-Air-Design‘, ,Verpackung‘, ‚Grafikpaket‘, ‚Broadcasting-‘ oder auch ‚Show-Design‘ werden zwar fast ausschließlich in TV-Redaktionen verwendet, beschreiben aber etwas, das jeder kennt: Grafiken und Animationen, die in Fernsehsendungen wie Nachrichten, Reportagen, Magazinen, Dokumentationen, Porträts, aber auch in Shows zum Einsatz kommen. Zum On-Air-Design für eine TV-Sendung gehören:

Das On-Air-Design sorgt für den Wiederekennungswert

Solche Einblendungen während einer Sendung nennt man auch ‚Inserts‘. Sie haben die Aufgabe, auf den Inhalt und Stil eines Formats hinzuweisen, z. B. ob es sich um eine Reisereportage, ein Wissenschaftsmagazin oder eine Historiendoku handelt. Bei regelmäßigen oder mehrteiligen Formaten unterstützen sie meist den sofortigen Wiedererkennungswert der Reihe. Oft beinhalten sie auch das TV-Logo der Sendung oder des Senders.

Hier sind vier aussagekräftige Beispiele für besonders gelungene On-Air-Designs.
Mehr zum Thema findest du hier.

Wenn du wissen möchtest, wie ein On-Air-Design entwickelt wird, schau dir die Case Study zu der von uns produzierten Verpackung für die rbb-Serie ‚Dit isst Berlin‘ an.

Tolles On-Air-Design bei Böhmermann

Neo Magazin Royale

Das NEO MAGAZIN Royale ist hip und urban. Entsprechend cool erscheint die Optik des Openers. Dieser erinnert an den computeranimierten 80er-Jahre-Neon-Filmklassiker „Tron“: Poppig-bunte Skyline-Grafiken verbreiten Metropolen-Flair. Das einminütige Intro stellt die Hauptakteure der Show vor: Jan Böhmermann, die Band und den jeweiligen Stargast. Die Bauchbinden kommen ebenfalls im Neon-Design daher. Nur die Trenner unterscheiden sich augenscheinlich: Sie sind plakativ auf die Thematik des darauffolgenden Beitrags abgestimmt.

Low-Poly-3D-Animationen für den etwas ‚anderen‘ Look.

Ackern und Ernten

Die 3D-Animation startet ihren Vogelflug über Berlin. Die Kamera fliegt vorbei an ländlichen Betrieben und endet mit dem Logo der Sendung auf einem hölzernen Schild, welches auf der Rückseite die jeweilige Folge ankündigt.

Das auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnittene Format bedient sich der Low-Poly-3D-Animationstechnik. Diese erinnert an die Optik von PC-Games à la Minecraft. Die Bauchbinden fahren nicht klassischerweise von links nach rechts ins Bild, sondern werden sehr schön von unten nach oben von animierten Bienen ins Bild gezogen.

Als Trenner ziehen die animierten Signature-Icons (Bienen, Kühe und Schweine) jeweils eine Bauernregel ins Bild, hinter der dann das Realbild des neuen Beitrags startet.

On-Air-Design in Computerspiel-Optik

ARTE-Journal Junior

ARTE Junior“ informiert wissbegierige Kids zwischen 10 und 14 Jahren kurz und prägnant über alles, was in der Welt so los ist. Kids in diesem Alter spielen gerne Games, worauf das Design dieses Intros abzielt. Ähnlich wie bei „Ackern und Ernten“ ist der Opener 3D-animiert: Das Sendungsmaskottchen hüpft im Low Poly Design ins virtuelle Fernsehstudio.

Bei der Vorstellung der Themen färbt sich das untere Drittel des Bildschirms über dem Realbild halbtransparent bunt ein. Das Männchen fliegt, auf einem Felsen sitzend, immer wieder ins Bild. Beim Rausfliegen wechselt das Realbild zum nächsten Thema – entsprechend verfärbt sich der Trenner.

Animiertes Intro mit Realbild kombiniert

Dit isst Berlin

Für den Opener zur Serie ,Dit isst Berlin‘ der Sendereihe ‚rbb-Reporter‘, wurde das Gesicht der Moderatorin Anni Dunkelmann als Realbild in eine 2D-Animation eingebaut. Das Intro zeigt sofort, worum sich die Sendung handelt: Anni fährt mit ihrem Food-Truck durch die Hauptstadt. Sie besucht kulinarische Macher und hilft in deren Betrieben aus. Im Rahmen der Show kocht sie, sticht Spargel oder melkt Kühe. Die slapstickartige Anmutung weist direkt darauf hin, dass es sich um ein unterhaltsames Format handelt.

Das TV-Logo, die Bauchbinden sowie die Beitragstrenner beinhalten Grafiken, die der Gastronomie zuzuordnen sind. So wurde beispielsweise der Abspanntext auf eine Kreidetafel geschrieben, wie man sie vor Food-Trucks und Wirtshäusern häufig vorfindet.

On-Air-Design im Stil der 3D-Paper-Animation

Schätzen, bieten, bangen

In einer 3D-Paper-Animation erscheint das On-Air-Design der neuen rbb-Dokuserie ,Schätzen, bieten, bangen‘. Das Intro in angesagter Schnipseltechnik lässt den Zuschauer bereits in den ersten Sekunden wissen, worum es sich in der Serie dreht. Gängige Elemente einer Versteigerung wie beispielsweise der Auktionshammer ziehen sich durch die gesamte Verpackung. Dem Corporate Design des TV-Senders angepasst fiel die Farbwahl des TV-Logos zudem auf das rbb-Rot.

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