Logo-Animation – temporärer Hype oder berechtigter Langzeittrend?

Eine gute Logo-Animation ist mehr als nur ein bewegtes Icon. Es ist der Spiegel deiner Marke und sollte vom Verbraucher auch so wahrgenommen werden. Im folgenden Artikel erklären wir dir, wie du dem Trend nicht nur blindlings folgst, sondern ihn ideal für dein Unternehmen umsetzt.

Was ist eine Logo-Animation?

Unter einer Logo-Animation versteht man eine Bildsequenz, die in der Regel den Aufbau eines Logos zeigt. Die Animation erlaubt es, mit der Zuhilfenahme der Zeitdimension dem Logo einen Kontext zu geben oder ihm Charakter zu verleihen. Im Idealfall geht aus der Animation die Kernkompetenz des Unternehmens hervor, oder das Logo erklärt sich dem Zuschauer mit zusätzlichen Infos.

Die Veränderungen können entweder auf einzelne Teile oder das gesamte Logo angewendet werden, um komplexe Animationen zu erstellen. Für aufwändigere Logo-Animationen können die Formen auch mithilfe von Keyframes manuell verändert werden.

Dabei greift die Animation im einfachsten Sinne auf die Manipulation folgender Parameter zurück:

Die beliebtesten Einsatzgebiete von Logo-Animationen

Animierte Logos sind vielseitig einsetzbar und finden sich u. a. in:

Dekonstruktion eines Logos

Das Logo ist mit Sicherheit der wichtigste Bestandteil des Corporate Designs eines Unternehmens. Aus diesem einen Zeichen leiten sich diverse andere grafische Elemente ab, und es taucht bei fast allen Touchpoints einer Marke auf.

Im Rahmen des Corporate Publishings versehen Unternehmen Utensilien mit deren Logos, um sich als Hersteller, Absender oder Sponsor klar erkennbar zu machen. Auch gesammelte Erfahrungen können durch das Logo mit dem Unternehmen assoziiert werden.
Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass das Logo nicht die Marke selbst ist, sondern nur ein visueller Anker.

Dieser Anker hat oftmals eine klare Ästhetik und Formensprache, bedient sich aber gewisser Farben und Schriften. All diese Gestaltungselemente, aus denen sich das Logo zusammensetzt, sagen etwas darüber aus, wie das Unternehmen von Dritten gesehen werden will.

Bei der Kreation eines Logos liegt der Fokus daher auf der Form, der Farbe, der Schrift sowie auf bestimmten Zeichen.

Logos gehören zu Marken wie Flaggen zu Ländern

Unterschiedliche Ausgangsformen beflügeln die Gefühle, die wir zu Marken haben sollen.

Logo des Song-Erkennungsdienstes Shazam
Shazam02_Logo

Runde Formen wirken:

  • dynamisch,
  • freundlich,
  • flexibel.
Logo der Deutschen Bank
Deutsche Bank02_Logo

Eckige Formen, allen voran Quadrate, wirken:

  • statisch,
  • sicher,
  • konservativ.

Der Zeitgeist als treibende Kraft

Es ist keine Überraschung, dass sich der Kontakt zwischen Marken und Kunden zunehmend in einer digitalen Umgebung abspielt. Die Masse der Anzeigen, Banner und Werbeclips, die dort allerdings um die Aufmerksamkeit der Kunden buhlen, führt dazu, dass die Aufmerksamkeitsspanne immer geringer wird. Videos stehen in dieser Rechnung noch besser da als Bilder, und selbst hier warten Konsumenten oft nicht einmal die ersten fünf Sekunden eines Videos ab, wenn es für sie nicht augenblicklich relevant erscheint.

Bewegtbild hat für Unternehmen dennoch den Vorteil, dass der abgebildete Content deutlich einprägsamer ist. Bewegte Bilder, gepaart mit passendem Ton und einer emotionalen Story, sind unübertroffen in der Vermittlung von Werbebotschaften.

Die Zeiten des langsamen Internets und 360p-Videos sind vorbei. Auch Datenvolumen spielt für viele Nutzer kaum mehr eine Rolle. Warum sollte man also für seine Werbebotschaft nicht auch Bewegtbild verwenden?

Mut zur Farbe

Als 1838 der Farbdruck möglich wurde, taten sich die meisten Unternehmen zunächst schwer damit, diesen Schritt zu gehen und das neue Gestaltungselement sinnvoll für sich zu nutzen: Verwirrt die Farbe den Kunden nicht sogar? Man ist ja bislang auch mit Schwarz-Weiß gut klargekommen …

Mittlerweile gibt es die Farbenlehre als wissenschaftliches Feld, und Unternehmen lassen sich ihre individuellen Hausfarben patentieren. Das gesamte Corporate Design wird heute durch starke Farben geprägt. Diese Entwicklung vollzog sich nicht innerhalb weniger Jahre – Marken müssen in einer modernen Welt immer wieder neue Wege finden, sich zu positionieren.

Die Geschichte dahinter

Logo-Animationen sind ein eigenes Feld des Motion Designs, welches es als solches noch nicht allzu lange gibt. Fest steht aber, dass sie ein gutes Mittel sind, um das Markenbild zu formen und zu festigen.

Ein gut animiertes Logo kann so einiges über eine Marke erzählen, die Aufmerksamkeit des Kunden länger aufrechterhalten und ein Alleinstellungsmerkmal bieten. Gepaart mit einer Story oder einem „Aha-Effekt“ bleibt deine Marke mit Sicherheit länger im Gedächtnis des Betrachters.

All das auf die Form eines Logos herunterzubrechen, ist eine echte Herausforderung. Nicht nur die Idee muss entwickelt werden, auch die technische Umsetzung sollte lupenrein sein. Gerade bei kurzen und schnellen Animationen ist es wichtig, dass sich die Bewegungen quasi gut anfühlen und der Betrachter in kürzester Zeit den Kern der Message versteht. Dabei spielt das Unterbewusstsein eine tragende Rolle.

Ähnlich, wie wir Farben mit Gefühlen oder Eigenschaften assoziieren, ist es auch bei Bewegungen der Fall. Bewegt sich ein Objekt nur sehr langsam, haben wir häufig das Gefühl, dass es sich um ein eher hochwertiges Objekt handelt, das sich die Zeit nimmt, die es benötigt. Doch nicht nur die Bewegung an sich, auch die Richtung der Animation ist entscheidend. So werden Animationen, die sich von links unten nach rechts oben vollziehen, als sehr positiv und fortschrittlich wahrgenommen. Diese und noch viele weitere Erkenntnisse kann man sich zunutze machen, um eine passende Animation für sein Logo zu finden.

Templates für Logo-Animationen

Diverse Seiten bieten scheinbare Komplettlösungen: günstige Animationen mit deinem persönlichen Logo in kürzester Zeit – die sogenannten Templates.

Animationsvorlagen für After Effects kann man sich von vielen Seiten einfach herunterladen. Die Auswahl ist riesig und deckt ein breites Spektrum an grafischen Stilen ab. Man setzt lediglich sein eigenes Logo ein und schon hat man eine professionelle Logo-Animation. Ein Risikofaktor ist jedoch, dass den letzten Schritt nie ein Profi macht, sondern offensichtlich ein Amateur, der sich häufig als Profi ausgibt. Das senkt schnell die Qualität der Umsetzung. Zudem ist nicht gewährleistet, dass die Animation inhaltlich zum Unternehmen passt, geschweige denn, ob die Bewegung der Elemente für das grafische Zeichen sinnvoll ist.

Es gibt demnach zu viele Variablen bei der Kreation einer Logo-Animation, als dass sie zu 100 Prozent durch ein Template erstellt werden könnte.

Günstige Websites für Kreativleistungen wie die Onlineplattform Fiverr bieten sogar individuelle Logo-Animationen an. Ein Designer wird speziell mit deinem Projekt beauftragt und animiert dein Logo. In der Regel geht es jedoch nicht darum, dem Unternehmen eine konzeptionell basierende maßgeschneiderte Animation zu erarbeiten, sondern darum, auf die schnellste und einfachste Art Bewegung in das Logo zu bringen.

Dass die günstigste Variante daher nicht immer die beste ist, beweist erneut eine Studie der School of Motion, die du hier lesen kannst.

Logo-Animationen sinnvoll gestalten

Mit das Wichtigste bei einer guten Logo-Animation ist, dass dem Betrachter schnell klar wird, worum es sich bei der Marke handelt. Um dies so effektiv wie möglich darzustellen, sollte man auf folgende Dinge achten:

  • Storytelling
    Durch gutes Storytelling lassen sich ganze Geschichten um ein Logo erzählen, die für eine gezielte, emotionale Ansprache sorgen.
  • Bezug zum Unternehmen
    In welcher Umgebung befindet sich das Logo, und was soll geschehen, bevor es in seiner finalen Form und Position zu sehen ist? Dabei sollte die Umgebung zum Unternehmen und dessen Tätigkeitsbereich passen.
  • Visuelle Metapher
    Visuelle Metaphern eignen sich ganz besonders, um Namen von Unternehmen hervorzuheben.
  • Bewegungsrichtung
    Je nach Bewegungsrichtung der Elemente wird unterbewusst ein bestimmter Eindruck zu Unternehmen vermittelt. Hierbei wirken Bewegungen von links nach rechts in der Regel fortschrittlicher als andersherum.
  • Zusätzliche grafische Elemente
    Um mit dem Logo eine Geschichte zu erzählen, reicht es oft nicht aus, sich nur der grafischen Bestandteile des Logos zu bedienen. Dementsprechend gibt es die Möglichkeit, noch weitere Elemente hinzuzufügen und in die Animation einzubauen.

Fazit

Es ist wichtig, dem Trend nicht blindlings zu folgen, sondern zu differenzieren. Ein animiertes Logo kann einen absoluten Mehrwert für eine Marke darstellen und nicht einfach nur ein schickes Extra. Mit Blick auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens durch ein starkes Markenbild sollte man für die Logo-Animation stets die Unternehmenswerte im Hinterkopf behalten und das Know-how eines Profis heranziehen.

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Wenn wir dir bei der Animation deines Logos behilflich sein können, lass es uns wissen und nimm Kontakt zu uns auf!

Aleksandar Mijatovic
Geschäftsführer

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